Josie lebt in ihrer eigenen Welt und widmet sich ganz der Malerei, Büchern und ihrer Fantasie. Schon ihr ganzes Leben sitzt sie im Rollstuhl. Ihre Großmutter versucht, sie vor der Welt da draußen zu beschützen, die nicht für sie gemacht zu sein scheint. Als Josie eines Tages fast einen Hang hinab rollt, kann Student Tsuneo sie vor dem Schlimmsten bewahren.

 

 

 

 

 

 

Kurzerhand bietet ihm Josies Großmutter einen Nebenjob als Haushälter für Josie an. Er nimmt an, denn so kann er vielleicht sein erträumtes Auslandsstudium finanzieren. Obwohl Tsuneo Josies loses Mundwerk rasch satt hat, fasziniert ihn die junge Frau ihn doch, je tiefer er in ihre fantasievolle Welt eintaucht. (aus dem Pressetext von Kazé)

 

Ich möchte nichts von diesem Film vorweg nehmen, denn gerade durch die Erzählweise und die Art, wie der Film uns mit in seine Welt nimmt, hat er mich in den Bann gezogen und sehr positiv überrascht.

 

 

 

 

Animation

 

Mir hat die Animation sehr gut gefallen. Sie war flüssig und wenn CGI eingesetzt wurde, nur in Maßen und unauffällig, bzw. sinnvoll platziert. Ich würde sagen, dass Bones in diesem Punkt eine wirklich tolle Arbeit geleistet hat. Vor allem die Gesichter und Emotionen wurden wirklich hervorragend dargestellt. Der Zeichenstil ist stilisiert und wirkt vielleicht auf den ersten Blick sehr einfach, schafft es aber, Emotionen und die Geschichte gut zu tragen.

 

 

Synchronisation

 

Ein Traum. Der Film lebt von den Emotionen der beiden Hauptcharaktere, aber auch die Nebencharaktere kommen realistisch herüber. Da ich den Film in OmU geschaut habe, kann ich nichts zu der deutschen Synchronisation sagen.

 

Der Film wird auch deshalb durch die Stimmen getragen, da er doch sehr emotional ist, weil er teilweise sehr tiefgründige und auch negative Emotionen behandelt und porträtiert. Dieser Film lebt von seinen beiden Hauptcharakteren und gerade in Situationen, die aufwühlend sind, schafft der Film alleine durch die gute Vertonung, genau diese Gefühle an die Zuschauer zu übertragen.

 

Ich finde es nach wie vor unglaublich wie gut die Synchronsprecherinnen und -sprecher diese Gefühle rüberbringen konnten.

 

 

 

 

Soundtrack

 

Wer Eve kennt, wird den Titelsong des Films wahrscheinlich schon mal gehört haben. "Ao no Waltz" heißt das gute Stück und spielt am Ende des Films. Der Song ist wirklich schön und sehr passend und schließt den Film sehr gut ab. Der Soundtrack an sich sticht hervor mit seiner wirklich gut platzierten Tonkulisse. Dabei wird in den richtigen Momenten auf Musik verzichtet, aber auch Atmosphäre mit einem soliden Original Soundtrack geschaffen.

 

 

Handlung

 

Die Handlung ist an sich nicht neu, gibt es doch einige Anime/Manga die das Thema Behinderung aufnehmen. Ich finde, der Film schafft es sehr gut zu zeigen, wie schlimm es ist, in Japan eine Behinderung zu haben – zwar ist Japan scheinbar gut darin ausgestattet, viele Bereiche erreichbar für Menschen mit Behinderungen zu machen, aber die Gesellschaft steht dem ganzen nicht wohlwollend oder helfend gegenüber.

Deshalb hat Josie auch ein großes Problem zu Beginn des Filmes, nach draußen zu gehen. Der Charakter wirkt dadurch sehr realistisch und nachvollziehbar. Genauso schön ist es zu sehen, was für ein geduldiger und liebevoller Charakter Tsuneo ist.

 

Es ist eine Romanze, die wirklich mit dem platzierten Drama unterhaltsam, spannend und fesselnd wirkt. Ich finde die Problematiken, die sich den Hauptfiguren entgegenstellen, nachvollziehbar. Der Film hat es dadurch geschafft, dass ich mit den beiden mitgefiebert und geweint habe.

 

 

 

 

Allgemeine Meinung

 

Ich glaube, viele Leute werden den Film mit anderen wie A Silent Voice, Weathering With You oder Your Name vergleichen wollen – und ja, Josie, der Tiger und die Fische mag jetzt nicht auf dem gleichen Level wie z.B. Your Name sein, ist aber dennoch ein wirklich schöner und gut gemachter Film.

 

Wer einen Wohlfühl-Film mit gut gemachten Emotionen und toller, solider Story und wundervollen Charakteren sehen will, der sollte sich diesen definitiv ansehen.

 

Mir hat er wirklich Spaß gemacht und ich musste die eine oder andere Träne verdrücken – und ist es nicht das, was einen Film ausmacht? Emotionen bei den Zuschauer auslösen und Spaß machen?

 

Von mir bekommt Josie, der Tiger und die Fische eine ganz klare Empfehlung!

 

 

Unsere Autorin findet ihr auf Instagram und Twitter unter: @mochimochimona

 

 

 



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