Spiral City ist tief zerrüttet. Die ganze Welt fürchtet das AIDS-Virus und entlädt seine gesammelte Angst durch Wut auf homosexuelle Menschen, die zu jener Zeit als Haupttreiber dieser schrecklichen Krankheit galten. Diese unsägliche Wut scheint sich nun in Spiral City zu bündeln und das ruft natürlich Konflikte hervor. Mehr und mehr Proteste ziehen also durch die Stadt und immer geraten diese mit der Polizei aneinander, die eine regelrechte Jagd auf Homosexuelle und deren Unterstützer macht.

 

 

Mittendrin ist der vom Mars stammende Barbalien, der ein geheimes Doppelleben auf der Erde führt und sowohl als menschlicher Polizist, als auch kosmischer Beschützer unterwegs ist. Er gerät zwischen die beidem Fronten und muss sich nun entscheiden.

 

 

MEINUNG

 

Dass Jeff Lemire ein guter Autor ist, mögen wohl nur die wenigsten anzweifeln und Gründe dafür gibt es viele. Doch mit seinem LGBTQ/Superhelden-Drama Barbalien: Roter Planet, treibt es der Kanadier aber schlussendlich auf die Spitze. Was Lemire hier abliefert, ist einfach nur beeindruckend und eines der stärksten Kapitel im Kosmos von Black Hammer.

 

Lemire setzt sich dabei so gesellschaftskritisch wie nie zuvor mit seiner selbst geschaffenen Welt auseinander, wobei er viele reale Bezüge miteinbindet und auch nochmals hinterfragt. Die liebenswerten Bielefelder vom Splitter Verlag präsentierten das ganze gewohnt im hochwertigen Hardcover.

 

Barbalien: Roter Planet ist ein gelungener Beitrag für Black Hammer geworden, auch wenn die Verbindung zur eigentlichen Hauptserie wieder sehr sporadisch ausfällt.

 

Man könnte nun wirklich lange über diesen Titel reden. Viel lieber sollte man ihn aber lesen! Jeff Lemire hat es wieder geschafft. Unverschämt gut.

 

 

 

Story: Jeff Lemire

Zeichnungen: Gabriel Hernandez Walta

Verlag: Splitter Verlag

 

Seitenumfang: 136 Seiten, koloriert

Sprache: deutsch

Übersetzung: Katrin Aust

Format: Hardcover

Veröffentlichung: 15.12 2021

Limitierung: keine

Preis: 22,00 €