"Oh - mal wieder ein Rennspiel..." war mein Gedanke, als der Play Store Asphalt 8 anpries wie Sauerbier. "Empfehlung der Redaktion" und "Top-Entwickler" sind die gesetzten Flags. Auch wenn ich Google eine gewisse redaktionelle Unabhängigkeit abspreche, waren die bisherigen Tipps bisher nicht allzu schlecht.

 

 

 

Also erstmal das Zeug installiert. Meine bisherigen Erlebnisse mit mobilen Autorennen waren bisher eher dürftig, gerade im Free-to-Play-Sektor. Also das Schlimmste erwartend, das Beste erhoffend das Programm gestartet.

 

WRUUUUMMMMM!!!

 

 

 

 

Der erste Eindruck

 

Das Programm ist super schnell geladen. Ein Umstand, den ich auf meinem alten Tab 3 schon lange nicht mehr hatte. Selbst Casual-Games wie Angry Birds Pop brauchen länger. Nur wenige Klicks und man ist mit seinem Auto schon auf der ersten Rennpiste. Rund 200 km/h bietet der Kleinwagen, den man anfangs zur Verfügung gestellt bekommt. Und um ehrlich zu sein: Es fühlt sich auch wie 200 km/h an!!! Die Landschaft rauscht ruckelfrei in einem guten Tempo an einem vorbei. Die Rooky-Steuerung ist auch gelungen. Mein Tab 3 fungiert als Lenkrad. Das ist zwar bei Rennspielen Usus, aber die Lenkung ist gut gelungen. Das Fahrzeug reagiert sehr schnell und sehr flüssig. Die Berührung der jeweiligen Bildhälften geben entweder einen Nitro-Boost oder bremsen das Fahrzeug (überflüssig). Aber die Karre kann noch ein wenig mehr. Doppeltouch Nitro bedeutet auch einen kräftigen Geschwindigkeitsschub, kurze Bremsung in der Kurve lässt das Auto driften. Alleine diese Kombination lässt richtig geile Manöver zu.

 

 

Die Strecken

 

Am Anfang stehen einem drei Strecken zur Verfügung: Nevada, Tokio und Island. Im Laufe des Spiels kommen unzählig neue Strecken hinzu. Alle Strecken sind sehr authentisch designt. In Französisch Guayana darf man z.B. miterleben, wie eine Arianerakete direkt neben der Strecke startet. In Island gibt es Schneeverwehungen und an der Chinesischen Mauer fliegt ein Drache über der Strecke. Und alles in einer 1a Grafik.

 

Der Streckenverlauf ist nicht statisch. Immer wieder gibt es Abzweigungen, die in Abkürzungen oder Umwegen enden. Auf manchen Abschnitten liegen Nitro-Booster rum, die das Nitrogen wieder auffüllen und so für einen zusätzlichen Schub sorgen.

 

Und hier sieht man auch sehr gut, warum Asphalt 8 hinter dem Doppelpunkt ein "Airborn" stehen hat: Jede Strecke verfügt über eine Menge Sprungschazen, die es dem Fahrer Stunts in der Luft zu vollbringen. Diese laden selbstredend das Nitrogen wieder auf und geben zudem am Ende der Strecke noch zusätzlichen Zaster

 

 

 

 

 

Die Fahrzeuge

 

Ich nenne nur eine Zahl: 123!!! Aufgeteilt in 5 Klassen gibt es 123 Fahrzeuge! Wow! Alle originalgetreu durchdesignt. Dabei kommen Klassiker wie der Mini Cooper und der Renault Clio genauso vor, wie der Moderne Audi A8 und diverse futuristische Fahrzeuge aus dem Hause Mazda oder Mercedes Benz.

 

Neben den Standardmodellen, die entweder gegen Spiel- oder Echtgeld erworben werden können, gibt es regelmäßig Sondermodelle, die erspielt werden können.

 

Alle Fahrzeuge können umlackiert werden. Auch Features wie Rally-Streifen, Airbrushmotive etc. sind erwerbbar. Manches nur gegen Echtgeld.

 

Und wem die Kiste nicht schnell genug ist, der kann sie noch tunen. Dies hat Auswirkung auf Handling, Nitro-Power, Höchstgeschwindigkeit oder Beschleunigung.

 

 

Die Rennmodi

 

Asphalt 8: Airborn bietet eine Umfangreiche Auswahl und verschiedenen Rennmodi. Neben dem klassichen "Erster!!!" mit 8 Fahrzeugen, bietet das Spiel noch den Duellmodus. Hier tritt man zu Zweit gegeneinander an. Weitere Modi sind das K.O. Rennen, in dem alle X Sekunden der gerade letztplatzierte ausscheidet. Auch der Vernichtungsmodus bietet viel Spaß, hier gewinnt derjenige, der auf der Strecke die meisten gegnerischen Fahrzeuge geschrottet hat. Dies ist aber nur eine Auswahl, das Spiel bietet auch hier noch viel mehr Möglichkeiten.

 

 

Der Story-Modus

 

Der Name ist etwas übertrieben, denn das Spiel hat eigentlich keine Story. Dennoch gibt es an dieser Stelle eine Menge Herausforderungen. Hier lernt der Spieler die verschiedenen Strecken und Rennmodi kennen. Bei manchen Herausforderungen wird ein bestimmtes Auto benötigt, aber das lässt sich ja mit den Renngewinnen erwerben.

 

Events

 

Bei Asphalt 8: Airborn finden regelmäßig Events statt. Im Gegensatz zum Story-Modus, in dem man nur Geld gewinnen kann, ist hier auch mal Premium-Währung, Tuningteile oder sogar mal ein neuer Wagen drin. Je Wertvoller, umso schwieriger ist es den jeweiligen Preis zu bekommen. Die Events wechseln täglich, so dass dieser Part niemals langweilig wird.

 

 

PvP

 

Selbstverständlich kann man auch andere Spieler herrausfordern. Entweder kann man direkt seine Freunde auf Facebook oder Google+ zum Duell herrausfordern, oder man nimmt einfach an einem Standard 8-Personen-Rennen teil, in dem die Spieler je nach Verfügbarkeit zusammengesammelt werden. Auch der PvP-Modus ist schön flüssig. Bricht die Verbidung bei einem Teilnehmer zusammen oder er steigt aus, verschwindet er einfach von der Karte und der Rest kann das Rennen noch beenden.

 

 

Preis/Leistung

 

Das Spiel ist kostenlos und kommt leider mit sehr viel Werbung daher. Nach fast jedem Rennen wird einem ein Video vorgespielt, wechsel in die Garage oder Werkstatt werden oft mit einer Ganzseitenanzeige "belohnt". Das hemmt ein wenig den Spielfluss.

 

Es besteht auch die Möglichkeit Premiumwährung zu erwerben. Manche Fahrzeuge und Tuningteile sind nur über diesen Weg erhältlich. Dabei kann es schon vorkommen, dass ein neues Auto auch mal 15 € kosten kann. Ob es das Wert ist, sollte jeder selbst entscheiden. Spielspaß bringt das Spiel auch ohne Echtgeldeinsatz. Wenn man aber bei den Events ganz oben mitmachen möchte, dann wird der ein oder andere Euro wohl fällig.

 

 

 

 

Fazit

 

WRRRRUUUUUUMMMMM!

Asphalt 8: Airborn bietet eine Menge Spielspaß und braucht sich in vielerlei Hinsicht von Rennspielen auf PC oder Konsole nicht zu verstecken. Die Grafik ist zwar der Plattform entsprechend, aber die Designer haben alles rausgeholt, was geht. Das Handling ist sehr gut und zudem individuell einstellbar. Das Fahrfeeling entspricht dem, was man lange Zeit nur auf der Wii finden konnte.

 

Die Vielzahl der Autos und Tuningmöglichkeiten überfordern am Anfang zunächst etwas, helfen aber, dass der Spielspass lange erhalten bleibt. Man möchte ja schließlich sein 30 Lieblingsautos noch voll aufgerüstet in der Garage stehen haben.

 

Nach den vielen Flops an Rennspielen, die ich auf meinem Tab 3 gespielt habe, kann ich nur sagen: Hier waren Profis am Werk und ich sage einfach mal: Empfehlung der Nerdzig-Redaktion