Endlich kann man wieder ins Kino. Endlich zeigen die Lichtspielhäuser wieder Filme. Endlich kann das Fantasy Filmfest mit feinstem Genrekino wieder stattfinden.

 

 

Lange mussten wir durchhalten und uns gedulden, aber nun endlich konnten die Fantasy Filmfest NIGHTS vom 24.06. - 27.06. in Hamburg in einer XL Variante durchgeführt werden. Ich habe das Festival im schönem Savoy Kino Hamburg besucht und mir tolle Filme angeschaut.

 

Die diesjährige Edition wurde um einen Tag erweitert und überzeugte mit zwei Mainstream-Filmen, die vor dem deutschen Kinostart im Rahmen des Festivals gezeigt werden durften: The Conjuring: The Devil Made Me Do It und A Quiet Place II.

 

Die Kritik zu The Conjuring wird es seperat geben. Das Hauptaugenmerk liegt aber an den tollen Indie-Filmen, die sonst später nur als Home Release oder Streamingangebot verfügbar sind.

 

Gerade diese Streifen, die man sonst nicht auf dem Schirm hat oder von denen man nichts weiter hört, sind wahre Perlen. Zehn Filme habe ich gesehen und schon vorab sei gesagt, es gab keine einzige wirkliche Gurke.

 

 

 

 

 

Caveat

 

 

 

 

 

Was man nicht alles für Geld macht. So könnte man die Ausgangssituation von Isaac beschreiben. Seit einem Unfall leidet er unter Amnesie und lässt sich auf einen merkwürdigen Job eines Freundes ein. Er soll in einem abgelegenen verranzten Haus die Nichte für ein paar Tage betreuen.

 

Diese leidet unter starker Schizophrenie und hat katatonische Episoden während des Tages. Als sei das noch nicht genug, wird Isaac auch darüber informiert, dass der Vater im Keller Selbstmord begannen hat, die Mutter verschwunden sei und Isaac während des gesamten Aufenthalts ein Ledergeschirr mit einer Kette tragen muss, was ihn zwar durch das Haus laufen lässt, aber an das Haus sperrt.

 

Vielleicht ist Geld dann doch nicht alles.

 

Schluckt man diese anfängliche doch verrückte Prämisse und lässt sich voll darauf ein, erwartet einen ein klaustrophobischer, gruseliger und beklemmender Horrorfilm.

Caveat spielt seine größte Stärke – die Atmosphäre – komplett aus. Es ist immer düster bis dunkel. Die Nichte Olga ist geheimnisvoll und distanziert. Das Haus unansehnlich und vergammelt.

 

Das Sounddesign tut sein übriges zur beklemmenden Atmosphäre. Natürlich ist schnell klar, was hier passieren wird. Jedoch hat der Film die eine oder andere schaurige Überraschung parat. Für mich der gruseligste Film des Festivals.

 

 

 

 

 

Come True

 

 

 

 

 

Sarah hat Schlafprobleme und vor allem Alpträume. In diesen taucht immer wieder eine schwarze Schattengestalt mit leuchtenden Augen auf. Energielos versucht sie ihr Leben zu meistern, zerbricht aber langsam an den Alpträumen.

 

Eine Studie zu Schlafexperimenten soll Abhilfe schaffen. Dort werden ihre Träume analysiert und Sarah glaubt endlich, erholsamen Schlaf zu bekommen.

Doch das Interesse der Forscher scheint der mysteriösen Schattengestalt zu gelten. Sarah glaubt, dass sie Studie ihre Alpträume nur verschlimmert und beginnt Dinge zu sehen und wahrzunehmen. 

 

Schlafparalyse, Alpträume und die Traumwelt sind ein gern benutztes Genre. Come True zeigt daraus ein paar einfallsreiche und interessante, wenn auch erschreckende Facetten. Die Kamerafahrten durch die Traumwelt sind beeindruckend.

 

Die Traumwelt selber könnte eine Mischung aus Silent Hill und Hellraiser sein. Der Vibe des Filmes samt Soundtrack passt perfekt zum Setting und fühlt sich wie ein früher 90er-Jahre Science-Fiction-Film an. Julia Sarah Stone als Protagonistin Sarah mochte ich. Die Geschichte hat allerdings ein paar offene Fragen, die leider auch nie beantwortet werden.

 

Auch das Ende könnte unbefriedigend sein, da man einen recht schnellen und einfachen Weg aus der Geschichte nimmt. Dennoch bleibt man am Ball und wird von ihr eingenommen. Ein schöner Mindfuck-Film mit tollem Score.

 

 

 

 

 

Kandisha

 

Die Überraschung des Festivals. Der französische Film Kandisha dreht sich um einen marrokanischen Fluch und das Schicksal dreier Freundinnen. Denn Amélie beschwört einen alten Dämon, nachdem sie fast von ihrem Ex-Freund vergewaltigt worden wäre. Nun zieht der Dämon umher und tötet alle Männer im Umfeld der drei Freundinnen.

 

Der Film ist recht geradlinig, aber doch überraschend blutig. Zu Beginn lässt sich dies noch nicht erahnen, doch umso mehr Opfer der Dämon holt umso brutaler und blutiger wird es.

 

Doch auch das Schauspiel überzeugt. Die drei Frauen spielen richtig gut und lange ist auch nicht klar, wer nun die Hauptfigur ist oder ob sich diese Rolle alle drei teilen.

 

Ebenfalls ist das Setting sehr glaubhaft. Die Pariser Problemgegenden werden gut dargestellt und zeigen den Alltag der Jugendlichen, die dort leben. Der Fluch samt Dämon bringt dann die übernatürliche Komponente rein.

 

Die beiden Regisseure Alexandre Bustillo und Julien Maury sind keine Unbekannten im Genrebereich. Bereits 2007 hauten sie mit Inside ein französisches Terrorfilm-Brett raus. Die beiden verstehen es Spannung, Intensivität und Charaktere darzustellen. Nach Kandisha sollte man unbedingt Ausschau halten.

 

 

 

 

 

Seobok

 

 

 

 

 

Ein koreanischer Actionfilm darf natürlich nicht fehlen. Die Geschichte um einen Klon, der die Menscheit vom Tod befreien kann und einem Ex-Topagenten, der diesen beschützen soll ist genau so, wie man sich so eine Geschichte vorstellt.

 

Es gibt wenig bis keine Überraschungen. Das ist aber nicht schlimm, da die Darsteller alle gut sind und mit Gong Yoo (bekannt aus Train to Busan) eh einen koreanischen Lieblingsschauspieler von mir an Bord ist. Es werden auch interessanten Fragen zu Leben, Sterben und Unsterblichkeit an sich gestellt. Immer wieder gibt es ein paar nette Action-Setpieces und das Finale wird dann groß aufgefahren mit viel Bumm Bumm.

 

Seobok wird lange Zeit sehr ruhig erzählt und die Schicksale der beiden Hauptfiguren ergründet. Agent Ki-Hun hat einen Tumor im Kopf und klammert sich ans Leben. Klon Seobok lernt die Außenwelt kennen und beginnt nach einem anderen Sinn für sein Dasein zu suchen, als der Menschheit die Unsterblichkeit zu bringen.

 

Seobok ist nichts besonderes, aber für zwischendurch kann man das schonmal machen. Man sollte sich auf jeden Fall auf lange emotionale Szenen einstellen, die immer mal wieder durch ein bisschen Action unterbrochen werden. Dafür belohnt das Finale dann mit viel Action.

 

 

 

 

 

The Dry

 

 

 

 

 

Dieser Thriller kam für mich zu richtigen Zeit. An dem Tag hatte ich zwei emotional aufreibende Filme gesehen und wurde dann mit einem guten Thriller zurückgeholt. Man konnte sich zurücklehnen und den Fall genießen. Anfänglich dreht sich alles um einen zweifachen Mord mit anschließendem Suizid. Der Täter war ein alter Freund von Federal Agent Aaron Falk. Zu der Beerdigung kehrt er nach 20 Jahren zurück in seine Heimatstadt, die derzeit mit einer großen Dürre zu kämpfen hat. Die Gemüter sind somit angespannt und die meisten Bewohner sind nicht gut auf Aaron zu sprechen, da eine dunkle Geschichte aus der Vergangenheit an ihm nagt.

 

Seine Schulliebe Ellie wurde vor 20 Jahren tot im nahegelegenen Fluss gefunden und dem Alibi von Aaron und seinem Freund wurde nicht so recht Glauben geschenkt. Aaron soll auf Geheiß der Eltern des verstorbenen Freundes dessen Tat aufklären und sich gleichzeitig mit der Vergangenheit auseinandersetzen. 

 

Eric Bana sehe ich persönlich immer gerne und hier passt er perfekt auf die Rolle. Die Gemeinde wirkt ihm gegenüber bis auf wenige feindlich und die paar Verbündete, die er hat, scheinen auch nicht komplett ehrlich zu ihm zu sein.

 

Der Krimifall ist okay, allerdings etwas merkwürdig erzählt und oft wird mehr auf die Vergangenheit eingegangen, um den Zuschauer in dem Glauben zu lassen, die beiden Geschichten hätten etwas miteinander zu tun. Das funktioniert auch gut durch das Schauspiel der Darsteller.

 

Die Aufklärung wirkt dann etwas konstruiert, aber das kann man verzeihen. Für einen schönen Thrillerabend ist dies genau der richtige Film.

 

 

 

 

 

The Night

 

 

 

 

 

Von The Night hätte ich etwas mehr erwartet. Die Story folgt einem jungen Elternpaar, die zur Übernachtung in ein Hotel gehen und dort allerdings von merkwürdigen Ereignissen wachgehalten werden. Schnell stellt sich heraus, dass das Hotel sie nicht gehen lassen will, sollten sie nicht ehrlich zueinander sein.

 

Die Atmosphäre und auch die Darsteller überzeugen. Die Gruseleinlagen sind ganz nett gemacht, aber auch nie vollkommen erschreckend. Was die größte Stärke des Films ist, ist die Spannung und dass man wissen will, wie das hier zu Ende geht.

 

Hier offenbart sich aber auch die Schwäche. Denn als klar wird, was getan werden muss, um heil den Ort des Grauens zu verlassen, fängt der männliche Hauptcharakter Babak an unsympathsich zu werden und lässt den Zuschauer mit einem sehr unbefriedigenden Ende zurück.

 

The Night fängt mysteriös mit kleinen Spuren und Elementen an, besitzt einen starken Mittelteil, schwächelt aber zum Ende und hinterlässt einen unbefriedigten Zuschauer zurück. Der Film ist per se nicht schlecht, aber wohl der schwächste im Festival.

 

 

 

 

 

The Owners

 

 

 

 

 

Der Partyfilm des Festivals – zumindest auf dem Papier und vom Trailer her.

 

Ein Einbruch von ziemlich dümmlichen Kleinganoven eskaliert in einem Überlebenskampf mit den Eigentümern, die mehr sind als das nette alte Ehepaar von nebenan.

 

Mittendrin ist Mary, die eigentlich nur das Auto von ihrem Freund Nathan brauchte, um endlich auf Arbeit fahren zu können. Nathan sieht in dem Einbruch seine große Chance, alles hinter sich lassen zu können. Er will weg aus dem Kaff. Angespornt durch den durchgeknallten Gaz wollen die vier auf das Ehepaar warten, um aus ihnen den Code für einen Safe zu entlocken, der sich im Keller befindet.

 

Natürlich geht das alles nicht so einfach, wie die drei Jungs sich das vorgestellt haben und am Ende darf Mary die Quittung für die drei bezahlen.

 

Der Film hat durchaus lustige Szenen und am meisten amüsiert man sich über die drei wirklich dümmlichen Männer. Unterstrichen wird das ganze noch durch den Cockney Akzent der Figuren. Nathan ist nicht wirklich helle im Kopf, aber will dieses Ding durchziehen. Terry ein ziemlicher Feigling und Gaz absolut durchgeknallt und schreckt auch vor harten Mitteln nicht zurück.

 

Dann gibt es Mary (gespielt von Maisie Williams), die in diese Situation etwas unfreiwillig reingeworfen wird. Sie versucht oft zu deeskalieren, aber natürlich gelingt es ihr nicht. Sie begreift auch schnell, was es mit dem netten älteren Ehepaar auf sich hat und dass dies hier kein Spaziergang wird.

 

Nach und nach spitzt sich die Lage zu und selbst den eigenen anfänglich Verbündeten kann nicht mehr getraut werden.

Maisie Williams gefiel mir gut als Überlebenskämpferin. Sie reagiert glaubhaft und nachvollziehbar. Auch das ältere Ehepaar (gespielt von Sylvester McCoy und Rita Tushingham) mochte ich sehr.

 

Gerade den durch Doctor Who bekannten McCoy als Mr. Huggings mochte ich mit seiner ruhigen Art, die den Wahnsinn nochmal unterstrich. Der Film könnte mehr schwarzen Humor vertragen, um als richtiger Partyfilm des Festivals durchzugehen. Trotzdem wurde ich sehr gut unterhalten und der Endtwist zieht einem dann nochmal die Schuhe aus, da der Film sich doch etwas traut. Eine kleine Empfehlung.

 

 

 

 

 

The Paper Tigers

 

 

 

 

 

Diese Martial Arts Komödie zeigt gealterte Kung Fu-Helden, die es nochmal wissen wollen, bzw. wollen müssen. Ihr alter Sensei wurde ermordet und nun müssen sie rausbekommen, wer dafür verantwortlich war. Leider haben die drei Ex-Schüler viel verlernt oder sich anderen Dingen anstatt der Kampfkunst gewidmet. Somit ist es ein beschwerlicher Weg bis zum Hauptgegner, der vor allem für Lacher sorgt.

 

Dieser mal etwas andere Ansatz eines Martial Arts-Films kommt recht frisch rüber. Die drei Protagonisten galten als unschlagbar in ihrer Jugend, haben aber über die Jahre andere Wege eingeschlagen und besitzen nur noch einen Bruchteil ihrer Fähigkeiten.

 

Der als Familienvater hadernde Danny ist sogar davon überzeugt, jedem Kampf am besten einfach aus den Weg zu gehen. Auch miteinander haben die drei kaum bis gar nichts mehr zu tun. Lediglich dieses Ereignis schweißt die ehemaligen Freunde wieder zusammen.

 

Es könnte weitaus mehr zu lachen geben und nicht jeder Witz zündet. Dennoch macht der Film sehr viel Spaß. Wenn der nicht-chinesische Kampfkünstler Carter ständig so tut, als sei er in der chinesischen Kultur verankert und anfängt, Glückskeks-Weisheiten rauszuhauen, dann ist das urkomisch.

 

Auch die Kämpfe sind durchaus ansehnlich. Natürlich nie auf dem hohem Niveau eines richtigen Martial Arts-Spektakels, aber trotzdem gut. The Paper Tigers sollte man mal gesehen haben. Man bereut es nicht und ist dankbar für diesen frischeren Ansatz mit tollen Feel-Good-Momenten.

 

 

 

 

 

Violation

 

 

 

 

 

Kommen wir zum kontroversesten Film des Festivals. Miriam und ihr Ehemann besuchen ihre Schwester Greta und ihren Mann Dylan in ihrer Waldhütte. Die Ehe von Miriam hat bessere Zeiten gesehen und einem wirklich klärendem Gespräch verwehrt sich ihr Mann.

 

Greta wiederum ist glücklich und zufrieden mit ihrem Leben. Einzig Dylan scheint sich wirklich für Miriam und ihre Schwierigkeiten zu interessieren. Eines Nachts am Lagerfeuer passiert jedoch das undenkbare und Miriam wird von Dylan vergewaltigt.

 

Anstatt auf Verständnis stößt Miriam auf Widerstand und wird bezichtigt, sich nur in den Mittelpunkt stellen zu wollen. Durch diese Ereignisse steigt eine Wut in ihr heran, die sich in einen fatalem Plan äußert, um ihren Rachedurst an allem zu stillen.

 

Das Rape-and-Revenge-Genre hat viele Facetten. Von I Spit on Your Grave bis hin zu Revenge gibt es viele, meist blutige Varianten.

 

Violation geht den Ansatz aus der Sicht des Opfers zu erzählen, das auf komplettes Unverständnis stößt und dem Zuschauer dies auf emotionaler Ebene fühlen lässt. Auch hier gibt es eine harte Szene, die blutig ist. Jedoch hat mir gefallen, das der Akt der Vergewaltigung nicht zelebriert, sondern eher über den Sound ausgespielt wird.

 

Gleichzeitig hat der Film so einen ekelhaften psychischen Moment mit einer Szene, die mich als Zuschauer vor mir selber erschaudern lies. Miriams Wut hat jedes Recht. Die Tat, die sie begeht, ist diskutabel, allerdings versteht man ihre Beweggründe, gerade weil ihr niemand Glauben schenkt.

 

Was mir persönlich gefehlt hat, war die Eskalation mit ihrem Ehemann. Es gibt nur eine Szene, wo es zu einem kleinen Streit kommt. Leider läuft ihr Mann einfach vor der Diskussion weg und das lässt einem als Zuschauer ebenfalls wütend werden.

 

Insofern schafft der Film die emotionale Ebene perfekt beim rüberzubringen. Eine wirkliche Erlösung des Charakters gibt es minimal, aber sowohl Miriam als auch der Zuschauer wissen, dass sie nie richtig Frieden finden wird.

 

Der Film ist sehr ruhig erzählt und springt zwischen den Zeitebenen. Mal ist man vor dem schlimmen Ereignis, mal etwas später, ohne zu wissen, wie Miriams Status Quo ist. Das kann einige auch abschrecken. Lässt man sich aber auf diesen Film ein, dann schlägt er ordentlich in die Magengrube.

 

 

 

 

 

Voice of Silence

 

 

 

 

 

Diesen Film habe ich bereits im Rahmen eines anderen Festivals gesehen, möchte aber nochmal darauf eingehen, da er wirklich sehenswert ist.

Tae-in und Chang-bok sind Tatortreiniger. Jedoch für koreanische Gangster. Sie beseitigen die menschlichen Überreste und reinigen alles, so dass wieder alles normal genutzt werden kann.

 

Beide leben am Rande der Gesellschaft und haben nicht viel. Eines Tages werden sie beauftragt, ein kleines Mädchen zu kidnappen. Tae-in soll das Mädchen mit zu sich in seine wacklig zusammengebaute Behausung in der tiefsten ländlichen Pampa nehmen. Dort lebt er alleine mit seiner kleinen Schwester in ärmsten Verhältnissen. Als ihr Auftraggeber jedoch eliminiert wird, ist nicht klar, was mit dem Mädchen passieren soll, da beide sie nicht einfach der Polizei übergeben können. 

 

Der Film erzählt sich sehr ruhig und zelebriert die Stimmung zwischen den Charakteren. Yoo Ah-in als Tae-in spricht nicht ein einziges Wort im gesamten Film. Er agiert nur über seine Körpersprache und macht das perfekt. Man fühlt als Zuschauer mit dem armen jungen Mann mit.

 

Er wirkt auf der einen Seite hilflos und ist trotzdem ein sich kümmernder Bruder. Auch zu dem entführten Mädchen ist er mit der Zeit liebevoll. Diese versteht auch, in was für einer Situation sie ist und macht das beste draus. Sucht man eine Referenz für den Film, dann kann ganz klar Burning genannt werden. Yoo Ah-in spielte hier ebenfalls die Hauptrolle und konnte schon da mehr als überzeugen.

 

Dass er in Voice of Silence nur noch über seine Körpersprache kommuniziert und das richtig gut macht, zeigt wie groß sein Talent als Schauspieler ist. Ebenfalls bleibt trotz des entschleunigten Erzählstils die Geschichte nie langweilig.

Ganz im Gegenteil.

 

Sie ist spannend erzählt und bietet eine tragische Story um Menschen, die alles versuchen, in der modernen Welt zu überleben, ohne dass sie es böse meinen. The Voice of Silence ist Pflichtprogramm und sollte sobald er irgendwo verfügbar ist, angeschaut werden!

 

 

Abschließend kann man sagen, dass die Fantasy Filmfest NIGHTS zumindest aus Zuschauersicht ein voller Erfolg und unterhaltsame vier Tage waren.

Es gab sehr viele verschiedene Genregeschmäcker und tolle Filme zu sehen.

 

Ich freue mich jetzt schon auf das Hauptfestival im Herbst.