Die Birthright-Reihe hatte sich bereits mit dem Erstling vor vier Jahren in mein Fantasy-Herz geschrieben und natürlich stellt sich da nun die Frage, ob auch nach all der Zeit diese Liebe Bestand hat?

 

 

 

„Verfluchte, hässliche Meerhexen!“

 

Tief in den verstaubten Archiven unserer Website wird man neben allesamt unterschiedlicher Rubriken und vergessenen Kategorien, auch die von uns geschaffene Reihe namens Comic der Woche vorfinden können. Bevor daraus später nur noch eine monatliche Ausgabe wurde und schlussendlich komplett verschwand, hatte auch ich einmal die Ehre, einen in meinem Augen besonderen Comic-Titel vorzustellen. Meine Wahl fiel dabei auf eben jenen ersten Teil der hier besprochenen Reihe. Eine Wahl, die ich bis heute nicht bereue.


Damals lobte ich die fantasievolle und zugleich brutale Welt von Terrenos und deren Bewohner, aber auch die Art und Weise, wie Autor Joshua Williamson den Bogen zwischen Terrenos und unserer Welt spannte. Die Figur des Mikey und auch der Rest der Familie Rhodes hatte von Beginn an meine Aufmerksamkeit und mich begeisterte die Handlung um all dies enorm. Mittlerweile ist aber vieles geschehen und neue Figuren und Orte kamen hinzu.

 

 

„Der Kampf war noch lange nicht vorbei.“

 

Mit In der Höhle des Löwen schlägt Williamson kein neues Kapitel auf, sondern setzt seine Handlung aus dem Vorgänger nahtlos fort. Dabei verzichte ich jetzt mal bewusst auf Details zur aktuellen Geschichte. Schließlich möchte ich am liebsten, dass ihr spätestens jetzt zum nächstgelegenen Comic-Händler eures Vertrauens geht und euch sämtliche Bände dieser fantastischen Reihe holt. Nur so viel sei verraten, es gibt wie schon lange angedeutet, ein großes Wiedersehen der Familie Rhodes und gleichzeitig auch einen neuen Feind, der aus Ryas Vergangenheit stammt und einen Weg in die Welt der Menschen gefunden hat.


Erzählerisch lässt Autor Williamson nichts anbrennen und somit bekommen wir zum wiederholten Male eine intensive und spannende Geschichte geschildert, die zwar gerne altbekannte Genrestücke benutzt, dabei aber dennoch einen Weg findet, sich unverbraucht anzufühlen. Wer Birthright als eher solide Erzählung bezeichnen möchte, hat damit grundlegend nicht unrecht, dennoch gehört die Reihe in meinen Augen zu den klar stärkeren Vertretern. Dass auch nach vier Jahren immer noch das Interesse an der Reihe besteht, bestätigt dieses Gefühl.

 

 

„Denk daran, Schicksal ist nur eine Einbildung.“

 

Tatsächlich gab es dann aber doch eine Sache, die mir in diesem Band auffiel. Williamson ist im neuesten Teil von Birthright brutaler denn je am Werk. Gerade der neu vorgestellte Antagonist, der sich den Helden entgegenstellt, geizt zu keiner Sekunde mit dem Einsatz von Gewalt. Natürlich passt dies schon in die Welt von Terrenos, nur hebt es sich besonders hervor. Störend ist es auf jeden Fall nicht.


Die größte Stärke der Reihe bleibt aber auch mit Band #5 die Darstellung der Familie Rhodes. Streits, Diskussionen und immer wieder aufkommende Konflikte lassen Birthright dankenswerterweise nicht zur reinen Fantasy-Klopperei verkommen und fühlen sich insgesamt stimmig und gut an.

 

Williamson findet stets immer den richtigen Mix und Abstand, um gut zu unterhalten. Schließen wir also das ganze jetzt ab und das in bester (alter) Tradition mit meinem Fazit. Birthright ist auch nach Teil 5 eine gute Comic-Serie für Fans von cooler Fantasy. Ich kann es nur empfehlen. Gebt dem Ding mal eine Chance!

 

 

 

Bilder: Cross Cult