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Ein Held

 

Die Augen vom Klingenbiest glühen in einem von hasserfüllten Rot. Sein gigantischer Körper baut sich zu voller Größe auf und ragt weit über die schneebedeckten Baumkronen hinaus. Unter seiner Haut kocht das Blut. Sein Junges ist tot und direkt neben dem zerrissenen Körper kauern drei Winzlinge im Schnee. Kinder. Zwei von ihnen tragen Flügel auf dem Rücken. Der dritte scheint nur ein Mensch zu sein. Ein einfaches Kind, eingehüllt in die dicke Tierfelle. Die Angst beherrscht sie. Die Angst vor dem nahenden Tod.

 

Eine andere Welt. Unsere Welt. Im Verhörraum vom Polizeidezernat sitzt ein muskelbepackter Hunne. So wie er gekleidet ist, könnte man denken, er kommt direkt von irgendeinem Mittelalterfest. Dort, wo Leute hingehen um Fotos zu machen und um ihrem Alltag zu entkommen. Der Mann, dessen Gesicht ein langer und tiefschwarzer Bart ziert, hört auf den Namen Mikey Rhodes. Er ist der Winzling, der vor dem Klingenbiest im Schnee kauerte. Diese beiden Ereignisse liegen genau ein Jahr auseinander. Mikey verließ gegen seinen Willen unsere Welt und reiste in eine andere. Eine Welt voller Kreaturen wie feuerspuckende Drachen oder schlimmeres. Er war auserkoren, diese Welt, die sich Terrenos nennt, zu retten. Er soll ihren schrecklichen Herrscher Lore niederstrecken und erst dann kann er zurückkehren. Zurück zu seiner Familie. Zurück in unsere Welt.

 

 

Zwei Welten

Birthright hat wirklich alles, was eine Fantasygeschichte braucht. Mächtige Krieger. Blutgierige Monster und natürlich auch eine wunderschöne Prinzessin. Was Birthright aber besonders hervorhebt, ist der Erzählstil. Immer wieder springt die Story von Vergangenheit in die Gegenwart. Wir lernen in dieser Geschichte zweimal dieselbe Person kennen. Nur dass ess sich dabei eben nicht wirklich um die selbe Person handelt.

 

Wir haben einen Jungen, der in eine Welt geschmissen wird, wo wahrhaftig hinter jeder Ecke der Tod lauert. Anderseits lernen wir den mächtigen Krieger kennen, der das flammende Schwert des Blutgipfels in unsere Welt trägt und damit nur umso mehr auffällt. Immerhin fackelt er mit einem einzigen Schlag ein ganzes Stück Wald damit ab. Aber Mikey trägt neben mächtigen Waffen noch etwas anderes mit sich mit. Etwas weitaus gefährlicheres.

 

 

Drei Freunde

 

Der Geschichte gelingt es stets in beiden Welten auf demselben Level zu bleiben, was Spannung und Verlauf angeht. Tatsächlich liegt aber der Fokus aktuell noch in unserer Welt, dort wo wir vor allem erfahren, wie Mikeys Familie mit dem Verlust ihres jüngsten Sohn umgeht. Als wäre dieser Schicksschlag nicht schon hart genug, ist das Auftachen ihres Kindes als hochgewachsener Conan-Verschnitt fast sogar noch drastischer. Birthright bietet mit seinen beiden parallel laufenden Erzählsträngen ein unglaublich großes Potenzial. Die Welt braucht keine zehn Seiten, um einen in den Bann zu ziehen und trägt dies noch weit über die letzte Seite hinaus. Ich als Leser freue mich schon darauf, mehr aus der Welt von Terrenos zuerfahren. 

 

 

Fazit

 

Birthright legt einen Traumstart hin und überzeugt auf ganzer Linie. Ein absoluter Pflichttitel!