2017 brachte McG den Teenie-Slasher The Babysitter für Netflix heraus, der eher gespalten aufgenommen wurde.

Entweder man hasste oder liebte ihn. Doch McG hatte noch mehr zu erzählen und Coles Geschichte geht in die nächste Runde.

 

 

 

 

 

 

Samara Weaving jagte in Teil 1 als sexy Babysitterin den 12-jährigen Cole mit ihren Freunden, um ein satanisches Ritual zu vollziehen. Cole konnte sich wehren und gleichzeitig noch seine hübsche Nachbarin für sich gewinnen. Ende gut, alles gut.

 

Dieser Film ist absoluter Schmonz und noch schlechter als der Vorgänger. McG dachte sich, dass er einfach mal alles zusammen mixt, was heutzutage so auf'n Sack geht.

 

Figuren aus der Instagram/Influencer Bubble, 80s Anspielungen mit coolen Filmzitaten, die der geneigte Mainstream-Nerd kennt, weil's cool ist. Dialoge, die fremdschämiger nicht sein können. Krassere Splattereffekte mit billigen CGI und den Highschool Loser, der die neue taffe Außenseiter-Tusse als Love Interest bekommt.

 

Natürlich dürfen vorhersehbare Plottwists nicht fehlen und am Ende gibts dann ein Potpourri, wo man kotzen möchte.

 

 

 

 

 

Alles was im ersten Teil etabliert wurde, ist hier erstmal egal. Unser selbstbewusster Überlebender Cole ist nun wieder ein Vollloser ohne wirkliche Freunde.

Die sich anbahnende Romanze mit der heißen Nachbarstochter ist auch irgendwie Geschichte, obwohl sie ihn ja immernoch als Freund gerne hat und auch mal ein bissl flirtet, aber jetzt natürlich einen Klischee-Sport-Guy als Freund hat.

Natürlich glaubt unserem Superbubi auch keiner die Ereignisse aus Teil eins und so soll er (selbstverständlich) in eine psychiatrische Anstalt.

Aber natürlich geht das nicht und so flieht er mit seiner besten Freundin und ihren verblödeten Kumpels auf ein einsames Boot mitten auf dem See.

Wer jetzt errät, was da wohl passieren mag, gewinnt nicht mal die verlorene Lebenszeit zurück.

 

 

 

 


Apropos Klischees: die gab's scheinbar als Palettenlieferung – da hier alles gebracht wird, was das Slasher-Genre zu bieten hat, inklusive dummer One-Liner nach Kills und schlechten Jumpscares.

Um die Story etwas aufzupeppeln und 'ne Erklärung für diverse Wiedersehen zu finden, gibts den Okkultismus obendrauf.

Außerdem mehr Splatter – ist ja schließlich ne Fortsetzung. Wem das alles noch nicht genug Scheiße zum Fressen war, der darf auf das Ende mit dem mega Plottwist und Motivation einer Figur gespannt sein.

Ohne Scheiß, OHNE SCHEISS LEUTE!!!

 

 

 

 

 

Allerdings muss ja irgendetwas dran sein, dass sich dann doch sehr viele von dem Look, den Charakteren und der Story angesprochen fühlen.

Wenn man noch nie einen wirklich guten Slasher gesehen hat und generell zu der heutigen jungen Social Media Generation gehört, dann kann ich die Begeisterung zumindest nachvollziehen. Der Film spricht eben all dies an und macht sich auch darüber lustig.

Leider nicht sehr subtil oder zumindest mit einem kleinen sympathischen Augenzwinkern... aber McG weiß, was die Zielgruppe will und mag.

Mich holt das jedoch nicht mehr vor dem Ofen vor. Dafür habe ich bessere Party-Slasher auf dem Fanatsy Film Fest gesehen, wie z.B. Ready or Not, ebenfalls mit der hinreissenden Samara Weaving.

 

Es ist, wie schon im ersten Teil, genug da, was funktionieren könnte oder Potenzial hat, aber eben nicht zündet und dann zu sehr aufgesetzt wirkt.

Schade.

 

 

 

 


McG schafft es nach einem unterdurchschnittlichen Film noch einen zweiten dieser Art zu kreieren und den überdies noch beschissener zu machen.

Er bettelt mit seinen Anspielungen, Verweisen und zeitgeistigen Darstellungen der Welt geradezu, dass die Leute den Film doch bitte geil finden sollen. Ich finde das nur anbiedernd.

Netflix sollte langsam mal wirklich darüber nachdenken, wessen Filme sie finanziernen wollen. 

Wenn Triple X der James Bond für die XBox-Generation sein sollte, dann ist The Babysitter: Killer Queen der Slasher für die TikTok Generation. Und das ist nicht positiv gemeint.

Und bitte, BITTE, gebt mir keinen dritten Teil von diesem Dreck.

Ich erwähne dies, da bereits Gespräche dazu laufen. McG möchte die Geschichte von unserem Superbubi Cole gerne zu Ende erzählen.

 

Na, dann, Prost Mahlzeit...