Es wirkt schon irgendwie ironisch, dass ausgerechnet der letzte Comic zum Alien-Franchise bei Cross Cult mit diesem Untertitel erscheint. Was sich dahinter verbirgt und wie die Zukunft des beliebten Monsters aussieht, klären wir jetzt.

 

 

 

„ICH WÜRDE IHNEN GERN SAGEN, DASS HILFE UNTERWEGS IST.“

 

Wer nun für wenige Sekunden befürchtet hat, dass es keine Comic-Veröffentlichungen mehr zu Aliens geben würde, der kann jetzt beruhigt aufatmen. Es wird noch weiterhin Comics im Kosmos der glitschigen Biester geben. Da aber bekannterweise die Lizenz von Dark Horse zu Marvel gewandert ist, wechselt auch hierzulande der Herausgeber. Künftige Titel werden daher also unter Flagge von Panini Comics erscheinen.

 

Widmen wir uns also dem eigentlichen Thema dieser Kritik und reden über Aliens: Staub zu Staub von Gabriel Hardman. Dieser macht bereits mit seinem Vorwort klar, welch großer Fan der Filmreihe er doch ist und das spürt man bereits auch nach wenigen Seiten. Angesiedelt auf einer abgelegenen Kolonie in den Tiefen des Weltraums, erleben wir durch die Augen des zwölfjährigen Jungen Maxon einen waschechten Albtraum.

 

 

„TOT SIND SIE, TOT! WAS GLAUBST DU TROTTEL DENN?“

 

Nach einem sehr bedrückenden Auftakt legt Bergmann das restliche Tempo des Comics fest, das ab da einer wilden Verfolgungsjagd gleicht. Von einer Location zur nächsten und das zumeist auf zwei Beinenlautet die Formel. Mit den dynamischen Bildern von Rain Beredo geht diese auch tatsächlich auf und konnte mich schnell begeistern.

 

Schon im Vorwort spricht Hardman über seine Liebe zum zweiten Kinofilm, der unter der Regie von James Cameron entstand und als eine der besten Fortsetzungen in der Filmgeschichte gilt. Mit Aliens schlug Cameron 1986 eine deutlich actionreichere Stimmung an und genau dies übernimmt Hardman auch für seine Handlung.

 

 

„MAXON! DU MUSST AUF KURS BLEIBEN!“

 

Doch nicht alles ist hier so glänzend wie es scheint. So gibt es einen Punkt, der mir ziemlich sauer aufgestoßen ist. Dieser lässt sich in einem Wort beschreiben: Empathie. Ohne zu viel vorweg zunehmen (weil Spoiler), fehlt es Hardman schlichtweg an Zeit und Raum, um dieses Element komplett sinnig in die Geschichte einzubauen. Der Ansatz, den er als Autor wählt, ist nicht falsch, nur kann man solch ein Thema nicht in zwei oder drei Dialogzeilen abarbeiten.

 

Um voll und ganz dieses Problem zu erklären, müsst ihr schon den Comic lesen und das kann ich auch tatsächlich empfehlen. Die Stimmung und das Artwork passen gut zusammen und grundsätzlich macht der Titel eine Menge Spaß. Aliens: Staub zu Staub ist guter Schlusspunkt für die regulären Alien-Geschichten von Cross Cult.

 

 

 

Erschienen bei Cross Cult, 15,00€