Aquaman hat sein Leben geopfert, um die Welt zu retten. Aber wie das nun mal so ist, hat der Held der See in Wirklichkeit überlebt. Angespült an einer fernen Insel und ohne Gedächtnis. Perfekt für einen Neuanfang. Ob sich der Einstieg in die neue Serie lohnt, verrate ich euch hier.

 

 

 

„Wir haben gegen uns selbst gesündigt.“

 

Aquaman weiß nicht mehr, wer er ist. Der König von Atlantis hat nach seinem jüngsten Kampf im Zuge des Justice League-Events Sintflut der Götter sämtliche Erinnerungen verloren. Auf einer weit entfernten Insel beginnt nun ein neues Leben für ihn.

 

Die Bewohner der Insel haben den Fremden bereits in ihrer Mitte akzeptiert und mit "Andy" auch gleich einen neuen Namen für ihn gefunden. Doch Andy will wissen, wer er wirklich ist, bzw. war.

 

Natürlich lassen die Probleme nicht lange auf sich warten. Die Geschichte von der Entstehung unserer Welt durch göttliche Wesen erwacht plötzlich zum Leben und Aquaman muss sich einer uralten Gefahr stellen. Hilfe erhält er dabei von einer jungen Frau, die scheinbar eng mit diesen alten Sagen verbunden ist.

 

 

„Und als die Götter vom Schmerz ihres Vaters hörten… ermordeten sie ihn im Schlaf.“

 

Zugegeben, eigentlich hatte ich nur wenig Interesse an diesem Comic. Dennoch wollte ich zumindest dem Auftakt eine Chance geben und glücklicherweise musste ich diese Entscheidung nicht bereuen. Dabei empfand ich es schon seltsam, dass niemand auf dem abgelegenen Eiland Aquaman kennt, bzw. je von ihm gehört hat. Doch Autorin Kelly Sue DeConnick liefert dafür eine geniale Lösung.

 

Auch mit der anschließenden Geschichtsstunde voller Mythen und Sagen kann die US-amerikanische Autorin enorm punkten.

 

In ihrer Tonalität trifft sie dabei das Erzählerische einer aktuellen Justice League Dark-Reihe von James Tynion IV. Nicht die schlechteste Wahl. Ähnlich verhält es sich mit dem Finale, in dem DeConnick nochmal ordentlich an der Action-Schraube dreht.

 

 

„Ein Mann ohne Vergangenheit segelt blind"

 

Alles in allem funktioniert der Auftakt zu Aquamans neuen Abenteuern sehr gut, auch wenn es sich hierbei um keinen Überflieger-Titel handelt. Die Artworks und Panels von Zeichner Robson Rocha tragen viel zum Positiven bei.

 

Da stört es auch nicht, dass die gesamte Handlung zu scheinbar 99% an der Oberfläche spielt. Ein Umstand, der sich in den kommenden Teilen sicher ändern wird.

 

Der nächste Band soll ja im Mai erscheinen. Spätestens dann erfahren wir, ob sich Andy an sein früheres Ich wieder erinnert. Ich werde es auf jeden Fall lesen.

 

 

 

Erschienen bei Panini Comics, 14,99 €