Sie ist die große Liebe von Conan und bekannt als die Königin der schwarzen Küste. Bêlit ist ein wagemutige und sehr zielstrebige Piratin. Wie sie zu dem wurde, erzählt nun Autorin Tini Howard.

 

 

 

„Ich will alles wissen. Ich will so werden wie du.“

 

Lange bevor Bêlit auf den berühmten Barbar Conan traf und selbst Käpt'n eines Schiffes wurde, war sie vor allem eines: die Tochter des bekannten Piraten Atrahasis. Bêlit war begeistert von der Seefahrt und geradezu besessen von den sagenumwobenen Seemonstern, die in den kalten Tiefen lauern sollen. Ihr Schicksal sollte es sein, eines Tages selbst auf See zu fahren und diese Ungetüme zu suchen. Als dann eines Tages ihr Vater entführt und für seine Schulden bestraft werden soll, ändert sich für Bêlit alles.

 

Schon kurze Zeit darauf wird auch sie gefangen und verschleppt. Nur durch Zufall wird sie aus den Händen von Sklavenhändlern befreit, womit die Probleme aber noch lange nicht am Ende sind. Bêlit hat noch vieles zu lernen, wobei gerade ihr eigener Stolz ihr oft im Wege steht. Doch die Tochter des Piraten Atrahasis lässt sich davon nicht unterkriegen und begibt sich somit auf die langersehnte Jagd nach Seemonstern und Ruhm.

 

 

„Tötet die ehrlosen Hunde. Tote reden nicht.“

 

Tini Howard beschert der bekannten Figur aus dem Conan-Universum einen zu Beginn passenden Einstand der neugierig macht und über die erste Hälfte hinweg gut unterhält. Leider hält dies nicht über den gesamten und abgeschlossenen Band hinweg an, denn gerade in der zweiten Hälfte ist spürbar, dass Howard nicht so richtig weiß, wo die Geschichte eigentlich hin will und was sie zu erzählen hat. Das ist wirklich schade, angesichts der eigentlich sehr interessanten Figur.

 

Zeichnerisch überzeugt Age of Conan: Bêlit – Königin der schwarzen Küste schon deutlich mehr. Kate Niemczyk verpackt das Geschehen in die richtigen Bilder. Gerade die kurzweiligen Kämpfe auf See machen Spaß und stechen positiv hervor. Warum man jedoch auf eine richtige Totale bei den Monstern verzichtet, ist unschlüssig.

 

Ein weiteres Highlight bilden hingegen die Cover von Sana Takeda. Wer ein Fan ihrer Arbeit bei Monstress ist, sollte zumindest hier mal einen Blick wagen. Somit ist dieser Band unterm Strich ein solider wenn auch etwas enttäuschender Comic geworden, den man wohl ehesten Sammler von Conan-Geschichten ans Herz legen sollte.

 

 

 

Bilder: Panini Comics Deutschland