Vor langer Zeit feierte die neue Reihe von Robert Kirkman seine Premiere und lieferte einen interessanten und gut umgesetzten Auftakt. Nun ist die Fortsetzung da und die muss sich natürlich damit messen. Schafft sie zu überzeugen?

 

 

  

„Es war alles meine Schuld.“

 

Es klingt wie aus einem alten ScienceFiction-Film. Eine Gruppe von Wissenschaftlern wagt sich an ein gefährliches Experiment und löst dabei eine verheerende Katastrophe aus. Ein großer Teil der US-Metropole Philadelphia ist verschwunden und das samt mehreren zehntausend Menschen.

 

Sie alle wurden in eine andere, fremdartige Dimension gerissen und dort wo einst die stählernen Hochhäuser in den Himmel ragten, stehen nun seltsame und abnormal wirkende Gebilde. Doch nicht nur das. Auch monströse Kreaturen haben plötzlich ihren Weg in unsere Welt gefunden und attackieren alles, was nicht schnell genug fliehen kann.

 

 

„Die Story eines Helden.“

 

Das packende SciFi-Abenteuer von The Walking Dead-Schöpfer Robert Kirkman legte schon im ersten Band einen guten Grundstein für seine Erzählung.

 

Band Nummer Zwei baut nun weiter darauf auf und punktet nicht nur in seinen actionreichen Momenten, sondern vor allem in den zwischenmenschlichen. Kirkman legt hier spürbar den Fokus auf seine Figuren und das funktioniert teils auch gut. Die Geschichte von Oblivion Song wird dadurch aber nicht vollkommen zum Drama umfunktioniert.


Der zentrale Konflikt zwischen den beiden Hauptfiguren Nathan und Ed Cole ist weiterhin gut geschrieben, wenn auch nicht ganz frei von Klischees und deutlich Vorhersehbarem. Langjährige Leser von The Walking Dead werden hier sicher den Stil von Kirkman wiedererkennen. Ein schlechtes Kriterium ist das aber nicht.

 

 

„Willst du Oblivion einen Besuch abstatten?“

 

Was Bilder und Panel-Aufbau angeht, setzt auch hier Lorenzo De Felici sein gekonnte Arbeit aus dem Erstling fort. Stimmung und Design gehen Hand in Hand und funktionieren grundlegend sehr gut. De Felici weiß das fantastische Szenario stets in eindrucksvolle Panoramen zusetzen. Seine Arbeit hebt die Serie noch einmal mehr hervor und schafft es sogar kurz die Arbeit von Kirkman zu übertreffen.


Vergleicht man nämlich Band 1 und 2, so wird doch schnell deutlich, dass Kirkman nicht ganz das Niveau des Auftakt-Bandes halten kann. Dennoch, auch Band 2 kann unterhalten und Kirkman wäre natürlich nicht Kirkman, wenn er uns keinen passenden Teaser für die kommenden Teile geben würde Wir bleiben also weiterhin dran und hoffen, dass die Serie schnell zu guten Ideen und Ansätzen zurückkehrt.

 

 

 

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Bildquelle: Cross Cult