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In dieser Review dreht sich alles um die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft. Kaum ein anderer Held hat so viel Aufmerksamkeit über die letzten zwei Jahrzehnte bekommen wie Peter Parker - besser bekannt als Spider-Man. Er soll jedoch nicht die einzige Person mit Spinnensinn für heute bleiben.

 

 

 

CK NE SPIDERMANPAPERBACK4D 269

 

 

Spider-Man – Paperback #4: Die Klon-Verschwörung

 

Die vierte Paperback-Ausgabe der aktuell laufenden Spider-Man-Reihe wirkt nicht nur dank seiner über 270 Seiten bereits gewaltig, sondern auch wegen dem was darin passiert. Als buchstäbliches Erbe zur Klon-Saga aus den 90ern erzählt Dan Slott mit Die Klon-Verschwörung eine neue, aufbrausende Geschichte im Spider-Man-Kosmos.

 

Um diese zu verstehen, braucht es da schon so einiges an Vorwissen. Kurz zusammengefasst: Der zurückgekehrte selbsternannte Schakal klont unter dem Deckmantel einer hochtechnisierten Medizin-Firma alte und verstorbene Feinde als auch Freunde von Peter Parker/Spider-Man. Bekannte Gesichter wie Electro oder Doktor Octavius erleben somit ein großes Revival. Ebenfalls von den Toten wieder auferstanden ist dabei auch Peters erste Liebe Gwen Stacy.

 

All diese Klone leiden jedoch unter einem genetischen Fehler, der sie dazu zwingt, täglich ein Serum in Form einer Pille zu schlucken. Tun sie das nicht, so verwandeln sie sich in kürzester Zeit in Zombies. Ja, richtig gelesen: Zombies!

 

Bevor nun jemand denken mag, Spider-Man wäre nun tiefhinein in die Mottenkiste der Klischee-Monster gefallen, der sei hier schon einmal beruhigt: So schlimm ist es nicht. Hier erwartet euch keine Zombie-Apokalypse oder dergleichen. Auch wenn die aus dem Serum-Entzug resultierende Infektion tatsächlich ansteckend ist, so bleiben uns Szenarien á la Marvel Zombies erspart.

 

Autor Dan Slott geht anderen, tiefsinnigeren Überlegungen nach und versucht etwa den klaren Unterschied zwischen Klon und Reinkarnation zu finden. Leider – oder viel mehr zum Glück - bleibt es auch beim Versuch, schließlich handelt es sich hierbei um einen Superhelden-Comic und nicht um das Werk eines viel zu philosophischen Denkers. Außerdem: Es sind Zombies!

 

Klon-Verschwörung ist insgesamt eines der wohl klar stärkeren Events der aktuellen Reihe und das aus gleich mehreren Gründen. Wo der eben weiter oben genannte Versuch der achso tiefenschweifenden Analyse scheitert, gewinnt der Comic an anderer Stelle enorm, wenn er seinen Fokus darauf legt, was er am besten kann – die Konfrontation alter Bekannter.

 

Das Wiedersehen vergangener Schurken bildet eine erste Schicht, vollständig gefestigt wird die Geschichte dann durch das Aufeinandertreffen von Peter Parker und Gwen Stacy.

 

Schade ist da, dass Slott es vermeidet einen weiteren und bedeutenden Charakter ebenfalls zurückkehren zulassen. Er liefert zwar einen passenden Grund dafür, dennoch bleibt ein kleines Stück Enttäuschung zurück. Weniger enttäuschend ist hingegen die Arbeit der Zeichner, die der Autor um sich gescharrt hat. Die Arbeit von Christos N. Gage, Giuseppe Camuncoli und Jim Cheung spricht hier für sich und liefert genau das, was man als Comic-Leser sehen möchte. Klasse. 

 

 

Fazit

 

Die Klon-Verschwörung ist ein guter Titel, der es nicht ganz schafft, ohne Probleme über die Runden zukommen. Sei's drum, es ist ein Comic, der im Gedächtnis bleibt – und hey, es gibt Zombies!

 

 

 

CK NE VENOMVERSE2SCHWARZES 299

 

 

Venomverse #2

 

Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Dieses Prinzip kam in unzähligen Geschichten bereits zur Anwendung kam. Für den zweiten Band von Venomverse muss es jedoch nun neu formuliert werden. Der Feind meines Feindes ist nämlich ein ziemlich kranker Psychopath.

 

Doch bevor wir klären, was es damit auf sich hat, fassen wir nochmal zusammen, was bis dahin passierte. Angefangen hat alles mit der Wiedervereinigung von Eddie Brock und dem schwarzen Alien-Symbionten Venom. Während wir bei We are Venom noch die Rückkehr des klassischen Spider-Man-Antagonisten feierten, erleben wir nun wie Venom in eine andere Welt katapultiert wird.

 

Begleitet wird er dabei von einer Version von Captain America, die ebenfalls mit einem Venom-Symbionten verbunden ist. Zuvor haben wir im ersten Band von Venomverse schon gesehen, wie besagter Venom-Captain America verschiedene andere Varianten an Venom/Superhelden-Mischlingen rekrutiert. Alles nur um einen bevorstehenden Krieg zugewinnen.

 

Bleibt nun also zu klären, was für ein Krieg dass eigentlich sein soll? Lange lässt die Antwort nicht auf sich warten und schon recht schnell begegnen wir auch schon den außerirdischen Poisons. Die seltsamen Wesen wollen nichts anderes, als sich mit den Symbionten zu verbinden. Ein Prozess, der jedoch den Tod des Wirtes nach sich zieht. Schon eine kleine Berührung genügt und der Symbiont verwandelt sich in ein zerstörerisches Monster ohne eigenen Willen. Keine guten Aussichten also für Venom und seine Verbündeten.

 

Genau hier kommt nun das umformulierte Sprichwort zum Einsatz. Scheinbar der Verzweiflung nahe, entscheidet sich Venom einen riskanten Plan zu schmieden. Er holt sich Hilfe in Form des brutalsten und möderischsten Wesen, das er kennt – Carnage.

 

Venomverse #1 umfasste die fünf kurzen Vorgschichten, die in den Staaten als Edge of Venomverse veröffentlicht wurden. Die kurzweiligen Geschichten waren allesamt ok bis gut erzählt, trotzdem war klar, dass der zweite Band eine Schippe draufpacken musste, um zu überzeugen.

 

Gelungen ist diese Kunststück auch tatsächlich, der Grund dafür ist zum einen Iban Coello, der als Zeichner eine echte Spitzenarbeit leistet und mit coolen Designs überzeugt. Die Bilder des Spaniers sind perfekt für ein Event wie dieses gewählt, ein Umstand den Cullen Bunn als Autor sicher zu schätzen weiß.

 

Er selbst gibt sich größte Mühe, um hier für ebenso tolle Momente zu sorgen. So wirklich behaupten kann er sich aber nicht. Die mit zu wenig Überraschungen gespickte Geschichte lässt viel zu oft Möglichkeiten liegen und fokussiert sich zu sehr auf bestimmte Charaktere. Seine Hauptfigur Venom leidet dadurch oft an Bedeutungslosigkeit, eine Tatsache, die sogar die Figuren selbst erkennen - Autsch!

 

Das handelsübliche/halboffene Ende sorgt dann auch für den Rest. Es reicht somit insgesamt noch wenigstens für eine Note zwei auf dem Zeugnis. Immerhin.

 

 

Fazit

 

Dank eines hervorragenden Zeichners und einiger recht unterhaltsamen Stellen bleibt uns eine Enttäuschung wie beim ersten Band erspart. Luft nach oben gibt aber dennoch.

 

 

 

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Spider-Gwen #5 – Dunkle Bestimmung

 

Das Was-wäre-wenn-Geschichten recht spannend sein können, ist durchaus bekannt. Beispiele dafür gibt es reichlich, doch kaum eine Serie zeigt das so ausschweifend wie die der Netzschwingerin Gwen Stacy, die im Universum von Erde 65 als Spiderwoman unterwegs ist. Ihre große Liebe Peter Parker ist, nachdem er zur Echse geworden ist, gestorben. Für seinen Tod macht die Polizei sie verantwortlich, weswegen sie nun gesucht und verfolgt wird.

 

Nach einigen kurzen Tie-Ins bei Band 4 widmet sich Band 5 wieder der Haupt-Story und konzentriert sich verstärkt auf den Deal zwischen Gwen und dem King Pin Matt Murdock. Dieser Deal droht nun zu platzen, als sich Gwen dazu entschließt, Harry Osborn zu helfen, dieser ist nämlich auch dabei, zum Echsenmonster zu mutieren und verliert mehr und mehr die Kontrolle über sich.

 

Die Reihe um Spider-Gwen hat immenses Potenzial für tolle Ideen und Wendungen und tatsächlich weiß Jason Latour auch einige davon zu einzubauen. Mit einem ganzen Universum nur für sich, hat Latour freie Hand was Entwicklungen und Darstellungen der Figuren betrifft. Hier liegt der Reiz der Serie und damit auch der größte Pluspunkt. Wie spannend die Idee ist, zeigt sich auch an den Verkaufszahlen hier bei uns, schließlich ist deutsche Ausgabe #1 von Spider-Gwen schon lange vergriffen (selbst der Autor dieses Artikels musste sich die US-Ausgabe kaufen).

 

Ein Kritikpunkt an Spider-Gwen ist hingegen ein streitbarer. Robbi Rodriguez einzigartiger Zeichenstil ist sicher gut gewählt und verdeutlich den Unterschied und die Ausgrenzung gegenüber dem Haupt-Universum gut.

 

Die gerne mal etwas knalligeren Farben passen ebenfalls. Dennoch bleiben einige Darstellungen oft unübersichtlich und somit sehr gewöhnungsbedürftig. Es ist eine Geschmacksfrage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Das mitgelieferte Tie-In kann übrigens ohne schlechtes Gewissen ignoriert werden.

 

Unter dem Strich bleibt so ein deutlich besserer Eindruck zurück als zuletzt bei Band 4. Bleibt nun abzuwarten, wie nach Ende der Serie die Nachfolgereihe Ghost-Spider funktionieren wird. Bis dahin erwarten uns wahrscheinlich noch zwei reguläre Bände.

 

 

Fazit

 

Spider-Gwen zeigt sich wieder in alter Stärke und überzeugt. Schöne Serie.

 

 

 

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Empfohlene Kauflinks

 

http://www.comiccombo.de/Deutsche-Comics/Hefte-S-U/Heft-Spider-Man-TPB-4-Die-Klon-Verschwoerung-SC::83278.html

 

http://www.comiccombo.de/Deutsche-Comics/Hefte-V-Z/Heft-Venomverse-2-Schwarze-Seelen::83342.html

 

http://www.comiccombo.de/Deutsche-Comics/Hefte-S-U/Heft-Spider-Gwen-5-Dunkle-Bestimmung::83346.html