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Kein Zweifel, die lebenden Toten sind mitten unter uns. Na gut, sagen wir eher, sie sind im Mainstream angekommen. Lange galten nämlich Zombies hauptsächlich als billige Monster aus schlechten Horrorfilmen, die weder durch ihre Intelligenz noch durch ihr besondere Schnelligkeit hervorstachen.

 

Mit den Jahren änderte sich dieser Umstand und aus den willenlosen Monstern wurden sogar Serienantagonisten wie zum Beispiel in "The Walking Dead". Heutzutage sind Zombies in jedem Medium anzufinden. Dabei blieben ihre Grundeigenschaften bis heute fast dieselben und eine wirkliche Weiterentwicklung des Genres blieb aus.

 

Ein Umstand den Comic-Autor Olivier Peru wohl nicht länger hinnehmen wollte und mit "ZOMBIES" seine ganz eigene Version einer Zombie-Apokalypse schuf. Sein Versuch ist dabei mehr als geglückt.

 

 

In Mittelpunkt der Handlung steht der geschiedene Familienvater Sam, der Monate nach dem Ausbruch des Zombie-Virus durch ein sterbendes Amerika reist und verzweifelt nach seiner Tochter Stacy sucht. Diese Reise führt ihn schlussendlich nach Seattle, das wie wohl die meisten Städte auf der Welt zu einer Geisterstadt geworden ist und von jeher von den Toten bewohnt wird.

 

Über Wochen hinweg durchkämmt Sam die Stadt. Anstelle seiner Tochter trifft er aber dort auf den kleinen Josh, eine Begegnung, die die beiden fest zusammenschweißt. Im Laufe des ersten Zyklus treffen sie nun noch auf andere Überlebende und werden Teil beim Versuch, die menschliche Zivilisation wiederaufzubauen. Ein schwieriges Unterfangen, gilt es doch noch immer in einer Welt zu leben, die von Toten beherrscht wird. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass der wahre Albtraum gerade erst begonnen hat, denn das Virus, das die Toten auferstehen ließ, mutiert.

 

Genau mit diesem etwas anderen Ansatz schafft es Olivier Peru endlich frischen Wind ins angestaubte Genre zu bringen und sich auf diese Art von anderen Comic-Veteranen wie "The Walking Dead" abzusetzen. So verkommen die lebenden Toten nicht zum reinen Gimmick, sondern werden zu einem wichtigen und unverzichtbaren Bestandteil der Geschichte.

 

Das mag zwar nun als selbstverständlich gesehen werden, doch das ist nicht immer der Fall. Zuletzt hat die ebenfalls bei Splitter erhältliche Comic-Reihe "Alice Matheson" gezeigt, wie schnell die Bedrohung durch eine Zombie-Apokalypse in den Hintergrund geraten kann. Prinzipiell muss das auch keinen Qualitätsabfall bedeuten. Es ist halt einfach die Balance, die man als Autor finden muss, um eine wirklich gute Geschichte innerhalb einer solchen Bedrohung zu schaffen.

 

Olivier Peru gelingt das und dank der grandiosen Arbeit von Zeichner Sophian Cholet wird das ganze auch noch in atemberaubend schönen und detailreichen Bildern eingefangen. Erst seine Bilder runden diesen Titel so genial ab.

 

 

Fazit

 

Es gibt noch viel zu sagen über diese Comic-Reihe, doch das würde sicher den Spaß nehmen, den diese Geschichte beim Lesen mit sich bringt. Man muss sie einfach selbst entdecken und erleben.