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Angst und Dankbarkeit

 

Nach 100 Minuten geht das Licht an und speist den Kinosaal mit Wärme. Die Gänsehaut ist noch nicht vergangen. Ein Kinderlied summt in meinem Kopf. Ich bin geschockt und doch so fröhlich. Ohne mein Fazit vorwegzunehmen, möchte ich Danke sagen. Danke an Veronika Franz und Severin Fiala für diesen Film. Die Geschichte um zwei Brüder und ihre Mutter gehört bereits jetzt zum Besten, was das Genre Horror zu bieten hat. 

 

Mama?

 

Lukas und Elias verbringen ihre Sommerferien in einem idyllischen Haus am See und warten auf ihre Mutter. Diese hat gerade eine Schönheits-Op hinter sich gebracht und kommt daher mit einem Verband um den Kopf nach Hause. Sehr schnell wird klar, dass die Mutter scheinbar nicht nur ihr Aussehen verändert hat. Ihre Söhne werden von Zweifeln heimgesucht. Ist diese Frau wirklich die Mutter?  Warum ist sie so aggressiv? Aus solchen Fragen entwickelt sich schnell ein Katz-und-Maus-Spiel, wo der Zuschauer ständig hin und her gerissen wird und das bis zum grandiosen Finale. 

 

 

 

Der Malick unter den Horrorfilmen

 

Kennst du diesen Horrorfilm, wo das Mädel im Wald mit ihren Freunden ist und die sind da in so einer Hütte?... Bla Bla Bla... Ja, das Horrofilmgenre bietet zwar viele Filme, aber leider laufen viele davon immer gleich ab. "Ich seh, Ich seh" stellt eine angenehme und schon lange herbei gesehnte Ausnahme da. Dieser Film lebt nicht NUR von seiner Geschichte und ihren Charakteren, sondern auch zum großen Teil von den Bildern, die Franz und Fiala im schönen Österreich gefunden haben. Dabei schafft es der Film weder zu sehr wie ein 08/15 Horrorfilm zu sein, noch zu einer Art schaurigem Heimatfilm zu werden. "Ich seh, Ich seh" sieht einfach gut aus und das verdankt er auch dem 35mm-Film, auf dem er gedreht wurde. Man hat komplett auf moderne Digitaltechnik oder CGI verzichtet, weil er es eben nicht braucht. 

 

 

Gut.

 

Kann ich eigentlich auch was schlechtes über diesen Film sagen? Nein nicht wirklich. Klar, man kann darüber meckern, dass einem der kindliche Bezug zur Mutter fehlt, den die Kinder vor der OP zu ihrer Mutter hatten. Dieser wird halt nicht gezeigt, was aber im Kontext des Finales auch Sinn macht. Daher gibt’s nichts zu meckern!

 

 

 

Fazit:

 

"Ich seh, Ich seh" ist der Beweis für die Wichtigkeit eines Genres, das schon fast - erlauben Sie mir den Wortwitz - tot wirkte. Nicht nur Fans des Genres sollten sich diesen Film nicht entgehen lassen. Pflichtfilm!