Letzter Monat Mai 2018 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
week 18 1 2 3 4 5 6
week 19 7 8 9 10 11 12 13
week 20 14 15 16 17 18 19 20
week 21 21 22 23 24 25 26 27
week 22 28 29 30 31

Partnerschaften:


  • Logo Comic Combo Leipzig
Bild Kritik Black Mirror

Von Helikopter-Eltern über tödliche Roboterhunde bis hin zu schmerzgeilen Oberärzten. Black Mirror bietet all dies und noch viel mehr. Wie sich Staffel vier schlägt, erfahrt ihr nun. Oder vielleicht auch nicht?

 

 

Der Sonderling

 

TV-Serien das Niveau erreichen heutzutage das Niveau großer Hollywood-Produktionen. Da ist es schwerer geworden, noch aus der Masse herauszustechen. Eine Serie wie "Games of Thrones" stellt einen Rekord nach dem anderen auf. Kleinere Produktionen haben es entsprechend schwerer, eine breites Publikum zu erreichen. Eine dieser scheinbar kleineren Produktionen hat es aber doch geschafft.

 

Die britische Episoden-Serie "Black Mirror" begeistert schon eine ganze Weile Kritiker und Fans zugleich. Statt einer über mehrere Folgen zusammenhänge Geschichte zu erzählen, präsentiert "Black Mirror" stets eine neue Erzählung samt neuen Figuren und Orten. Hauptthema sind beängstigend realistische Gedankenspiele, Weiterentwicklungen unserer alltäglichen Technologien – häufig in eine düstere Zukunftsvision. Bereits die Auftaktfolge zur vierten Staffel fügt sich einmal mehr auf eindrucksvoll Weise in dieses packende Konzept ein.

 

 

Wunderschönes Grauen

 

Mit "U.S.S. Callister" bekommen wir selbsternannten Nerds eine auf den ersten Blick stark überspitzte Darstellung unserer Lieblings-Sci-Fi-Opera "Star Trek" präsentiert. Schnell zeigt sich die düstere Wahrheit hinter diesem Traum und wie boshaft farnartige Besessenheit sein kann. Wie auch in den folgenden Episoden, zeigt der Auftakt die Reizbarkeit des Sozialen Systems auf und wagt einmal mehr den Blick dahinter, hinter eben jenen schwarzen Vorhang von uns selbst und unserer Gesellschafft.

 

Episode zwei mit dem Titel "Arkangel" führt die Beklemmung nahtlos fort, diesmal mit einer überbesorgten Mutter und ihrem Drang nach Kontrolle und Schutz. Die Serie vergisst dabei nie, die tieferen Beweggründe auch ihrer teils bizarren Antagonisten zu erforschen. Das macht es so schön, sich dieses Grauen anzutun. Es ein Teil der Faszination, die diese Serie besitzt und selten verliert. "Black Mirror" spricht jeden irgendwie an. Zumindest dann, wenn ihr euch auch darauf einlasst. Sind wir mal ehrlich, es gibt nur ein Wort für diese Serie: Genial.

 

 

 

Bildquelle:

 

Netflix