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Bild Kritik Bright

Willkommen im Bright-Club! Im Bright-Club gibt es drei Regeln. Die erste Regel lautet: Niemand denkt über die Logik von "Bright" nach! Die zweite Regel lautet: Niemand denkt über die Logik von "Bright" nach! Und die dritte Regel des Bright-Club lautet: Wer neu ist im Bright-Club, muss die Klappe halten!

 

 

 

 

Es war einmal… am Arsch

 

In einer alternativen Version unserer Erde, leben die Menschen Seite an Seite mit allen möglichen Fabelwesen wie Elfen und Orks. Doch aus mittelalterlichen Burgen und Dörfern wurde eine Gegenwart, ähnlich der Unseren. Die Handlung von "Bright" versetzt und ins heutige Los Angeles und katapultiert uns mittenrein in eine gespaltene Gesellschaft, wo die Elfen das Leben der Reichen und Schönen genießen. Die als brutal und kriminell geltenden Orks bilden die Unterschicht. Wir als Menschen sind irgendwo dazwischen eingeordnet – das, was man wohl am ehesten als Arbeiterklasse bezeichnen kann.

 

Einer dieser Menschen ist der Cop Daryl Ward (Will Smith), der bereits seit einiger Zeit mit dem ersten Ork-Polizisten zusammen auf Streife muss. Ein schwieriger Arbeitsalltag, schließlich erfreut sich ein Ork als Cop nicht gerade großer Beliebtheit. Nick Jacoby (Joel Edgerton) ist sehr bemüht sein Bestes zu geben, auch wenn dies großen Unmut unter seinen Artgenossen hervorruft. Nick gilt nicht als Vollblut-Ork und somit nicht als vollwertig. Auch das Verhältnis zwischen Nick und Daryl ist äußerst angespannt nach einem Vorfall, bei dem Daryl angeschossen wurde und Nick scheinbar den Schützen (ein Ork) laufen ließ. Die wirklich schlimmen Probleme stehen den beiden aber erst bevor.

 

 

 

 

Ein irrer Mix… für zwischendurch

 

Zirka 90 Millionen Dollar soll die neuste Netflix-Produktion gekostet haben. Wobei es sich bei "Bright" um keine direkte Auftragsarbeit handelt. Der US-Streaming-Anbieter stieg erst finanziell ein, als bereits die Dreharbeiten begonnen hatten.

 

Somit können nun seit dem 22. Dezember alle Abonnenten die Film bequem von zuhause aus angucken, statt ins Kino zu müssen und das ist ein großer Pluspunkt des neusten Films von David Ayer (Suicide Squad). Auch wenn "Bright" sicher wie eine vollwertige Hollywood-Produktion daherkommt, so läuft der Film klar unter dem Motto: "Kann man gucken, aber nicht im Kino."

 

Der Mix aus Cop-Action und Märchen-Ansätzen ist in vielen Ansatzpunkten durchaus unterhaltsam geraten. Will Smith kann als Cop in vielen Situationen deutlich punkten. Auch das Zusammenspiel mit Schauspielkollege Edgerton funktioniert, wobei aber spürbar Luft nach oben ist. Auf der anderen Seite leidet der Film paradoxerweise aber auch unter seiner eigenen kreierten Welt. Mit Logik sollte man dem Universum von "Bright" nämlich lieber nicht beikommen.

 

 

 

 

Und wenn sie nicht gestorben sind…

 

Los Angeles bei Nacht. Auf den Straßen fließt der Verkehr zäh vor sich hin. Im Zentrum der Stadt ragen die Hochhäuser hervor, bewohnt von den wohlhabenden Elfen. Während der Mond hell herab scheint, zieht ein einsamer Drache über die Stadt.

 

Moment! Ein Drache? Was? Ja tatsächlich bietet "Bright" auch das und bringt sicher den ein oder anderen Zuschauer ins Grübeln. Wie hat sich diese Gesellschaft entwickelt? Welche geschichtlichen Auswirkungen gab es? Ein Film wie dieser bietet eine Vielzahl solcher Fragen. Beantworten tut er jedoch keine.

 

Das will er aber auch gar nicht. David Ayer hat bereits in Interviews verraten, dass die erste Fassung seines Films deutlich länger war und im nachfolgenden Schnitt fast 90 Minuten an Spielzeit verlor. Zwar besitzt er mit fast zwei Stunden immer noch ordentlich Screentime, wirklich etwas erklären will er aber nicht. Nur ab und an können wir kurz einige Fakten aufschnappen. Eventuell wird ein bereits geplanter zweiter Teil mehr liefern können. Aber auch ein möglicher Director's Cut könnte solche Antworten liefern.

 

 

Fazit

 

Es steckt schon jede Menge Mut in diesem Projekt. Ein solch wirren Mix zu produzieren, ist dabei aber wohl das kleinste Problem. Den Film und seine Welt zu erklären ist vielmehr die größte Lücke. Trotzdem ist dem Weihnachtsspecial für Fantasy-Freunde ein gewisser Unterhaltungswert nicht abzusprechen. Ganz nett für zwischendurch. Mehr nicht.

 

 

 

Bildquelle:

Netflix