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"Space. The Final Frontier."

 

Wenn "Doctor Who" so anfängt... weiß man, dass es interessant wird. In Episode 5 bleibt einem buchstäblich die Luft weg.

 

 

Im Weltraum hört dich niemand... ersticken

 

Der Doctor sehnt sich nach einem Ausflug in den Weltraum. Auch Bill möchte gerne was mit der TARDIS unternehmen. Nur Nardole erinnert den Doctor an seinen Eid, den Tresor im Keller der Uni unter allen Umständen nicht aus den Augen zu lassen. Aber das ist letzterem doch ziemlich egal. 

 

Sie folgen einem Notsignal einer Raumstation. Als sie dort ankommen, treffen sie auf einen Toten im Raumanzug und auf eine Station, in der es keinen Sauerstoff gibt. Den erhält man nur über seinen smarten Raumanzug – und muss ihn teuer bezahlen. Die meisten Crew-Mitglieder sind tot und greifen den Doctor und die restlichen Überlebenden an. Aber es sind nicht die toten Menschen, sondern die Raumanzüge, die selbständig arbeiten können. Den dreien bleibt nur, die Anzüge anzulegen oder zu ersticken...

 

 

"Sind Sie völlig verrückt?" – "Ja, aber das ist nichts neues!"

 

Damit beginnt aber die Folge erst richtig. In klaustrophobischer Atmosphäre sehr dicht erzählt, ist hier eine spannungsgeladene Episode herausgekommen. Endlich darf auch Nardole wieder eingreifen, der Schwerpunkt liegt nicht so sehr auf der Beziehung des Doctors und Bill. Aber sie spielt bei der Lösung des Problems eine nicht unwichtige Rolle.

 

Angesichts des Trailers dachte man zuerst an eine "Zombies im Weltall"-Story. Das wäre nicht gerade etwas neues für "Doctor Who" gewesen. Stattdessen wird dieser Aspekt nur benutzt, um eine gruseligere Atmosphäre zu schaffen. Das Böse steckt hier viel tiefer. Die Folge spart auf diese Weise nicht mit Gesellschaftskritik, macht dies aber elegant und mit britischem Understatement. 

 

Lobend ist auch das Produktionsdesign zu erwähnen. Die Außenaufnahmen der Raumstation sind großartig. Innen hat man auf Kulissen gesetzt, die auch mehr wie eine Raumstation aussehen und nicht wie eine Fabrik, in der man aus Kostengründen gedreht hat (wie es in früheren Staffeln noch der Fall war). Das wird auch gleich für einen kleinen Seitenhieb auf Star Trek genutzt (zusätzlich zum oben erwähnten Anfang).

 

Und einen Twist gibt es am Ende auch noch!

 

 

Fazit 

 

Das hohe Niveau der Staffel setzt sich auch hier fort. Irgendwie scheint es in jeder Staffel eine Folge zu geben, in der der Doctor auf einer abgeschiedenen Basis ums Überleben kämpfen muss. Diese Variante davon gehört eindeutig zu den besseren. Es wird keine Zeit vergeudet, der Humor ist wohldosiert, aber großartig eingesetzt und das Band zwischen dem Doctor und Bill wird noch stärker.

 

Das Ende lässt einen zudem ungeduldig zurück, wie es wohl weitergehen mag.