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Als ich diesen Namen bei meinem Lieblings-Video-On-Demand-Anbieter sah, schlug glatt mein Herz höher. Dirk Gently – eine Figur aus der Feder von Douglas Adams, dem Schöpfer des sagenumwobenen "Per Anhalter durch die Galaxis"..

 

Leider hat er nur zwei Bücher über Gently geschrieben: "Dirk Gentlys Holistische Detektei!, welches in Deutschland auch unter dem Namen "Der Elektrische Mönch" erschienen ist und "Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele". Während der Arbeit am dritten Buch ist Adams leider von uns gegangen.

 

Also eingeschaltet und geguckt!

 

 

 

 

 

Ein Mord, ein Corgi, ein Page, ein Detektiv

 

Dirk Gently selbst ist ein holistischer Detektiv. Er macht also irgendetwas und lebt in der festen Zuversicht, dass die Dinge sich so fügen, wie sie sich fügen sollen. Dabei gibt es in der Regel keinen logischen Zusammenhang zwischen seinem Handeln und dem gewünschten Ziel. Bereits in den Romanen hat er so mit skurrilen Ereignissen zu tun. Ich erwähne an dieser Stelle Zeitreisen, ein unmöglich verklemmtes Sofa, Odin im Altersheim und ein Selbstmörder, der sich selbst den Kopf abgeschnitten und auf eine Schallplatte gelegt hat…

 

 

 

 

Die Serie beginnt ebenfalls sehr skurril. In einem Hotel ist ein Mord geschehen. Sehr blutig. Anscheinend wurden die Toten von einem sehr großen Tier zerfleischt, was allerdings nie in das Zimmer gegangen, noch hinausgekommen ist. Im Zentrum der Geschichte steht der Hotelpage und Versager Todd Brotzman, der von Elijah Wood gespielt wird. Er soll in dem besagten Hotelzimmer nach dem Rechten sehen und begegnet auf dem Weg nach oben sich selbst.

 

 

 

 

Später lernt er Dirk kennen, gespielt vom britischen Schauspieler Samuel Barnett, der durchs Fenster in seine Wohnung kommt und ihn zum Assistenten ernennt. Kurz darauf erscheint die Vierköpfige Gang "Rowdie 3" und zerlegt ihm offensichtlich die Wohnung. Und schon ist er mitten im Geschehen einer Entführungsgeschichte, mehreren Mordfällen und einem Haufen komischer Typen. Ein Hund und eine Katze, die sich abnormal verhalten, gehören ebenfalls mit zur Geschichte und alles scheint irgendwie nicht zusammenzupassen.

 

Zusätzlich tritt noch die holistische Attentäterin Bart Curlish auf dem Plan, gespielt von Fiona Dourif, der Tochter von Brad Dourif, die mit dieser Rolle ihrem Vater alle Ehre macht. Sie bringt einfach Leute um, weil sie denkt, dass muss so sein. Später erfährt der Zuschauer immer, dass es tatsächlich so sein muss.

 

 

 

 

Eine weitere wichtige Person ist Todds Schwester Amanda, die ein Nervenleiden besitzt. Regelmäßig hat sie das Gefühl, dass ihre Gliedmaßen brennen oder sich Klingen in ihre Hände bohren. Die jeweiligen Szenen werden aus ihrer Perspektive dargestellt.

 

 

Alles ist verflochten

 

Die Story ist ziemlich wirr und schräg und erst nach und nach ergibt sich ein Bild des Ganzen. Die Dramaturgie ist vom Feinsten. Am Ende eines jeden Teils fragt man sich, wie kann das ganze noch mal gesteigert werden, aber das Produktionsteam hat es tatsächlich geschafft, den Spannungsfaden über alle 8 Teile bis zum Klimax nach oben zu zerren. Und die Auflösung des ganzen ist genauso skurril wie die Serie insgesamt.

 

Auch die einzelnen Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet  Die Schauspieler fügen sich perfekt in ihre Rollen ein und selbst kleine Rollen sind sehr authentisch umgesetzt. Man nimmt jeder Person ab, dass sie im wirklichen Leben existiert.

 

Der einzige Knackpunkt an der Serie ist meiner Meinung nach Dirk Gently selbst. Auch wenn Samuel Barnett selbst Brite ist, so wirkt er wenig britisch. Er wirkt öfters etwas deplaziert und ist mit seiner Art und Weise etwas nervig, teilweise sogar albern. Ein David Tennant oder Paul McGann hätte diese Rolle besser auskleiden können.

 

 

Fazit

 

Alles in allem macht diese Serie sehr viel Spaß und knüpft sehr gut an die Romane an. Douglas Adams hätte wahrscheinlich auch seine Freude daran gehabt. Also, einschalten und Streamen – und anschließend warten, bis die zweite Staffel fertig ist.