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Was habe ich mich gefreut, als ich den ersten Band zu Aliens – Defiance gelesen habe. Ein toller Comic.

 

Umso größer war die Vorfreude auf den zweiten Teil

 

Und na ja… Lest selbst.

 

 

„Das war so schrecklich, wie ich erwartet hatte.“

 

Die Europa ist ein wahres Wrack und die spärliche Besatzung, bestehend aus der Soldatin Zula, Dr. Hollis und dem Androiden David, hat alle Mühe, das Raumschiff noch zusammenzuhalten.

 

Gleichzeitig hat Dr. Hollis mit der Tatsache zu kämpfen, das in ihrer Brust unaufhaltsam ein gefährlicher und todbringender Xenomorph heranwächst. Um ihrem finsteren und schier unaufhaltsamem Schicksal zu entgehen, beschließt sie sich zu einem gewagten Eingriff, um das außerirdische Wesen operativ zu entfernen. Die riskante Operation gelingt und Dr. Hollis überlebt, doch nun warten neue Probleme auf die Überlebenden.

 

Zula sieht sich schon bald gezwungen, ebenfalls einen gewagten Plan in Angriff zunehmen und damit nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Verbündeten in Gefahr zubringen. Doch bereits davor bekommen es die drei mit ungebetenen Gästen zu tun.

 

 

„Sie werden leben. Sie können sich erneut beweisen.“

 

Autor Brian Wood konnte mich mit dem ersten Band zu dieser Serie sichtlich begeistern. Besonders die packende Atmosphäre und die gut geschriebenen Figuren überzeugten tadellos. Der Comic war schlichtweg super. Aufgrund dessen waren aber auch die Erwartungen an die Fortsetzung immens.

 

Ich blieb jedoch positiv eingestellt und hoffte darauf, dass Woods kaum merkbare Probleme bekommen sollte.

 

Nun.

 

Die folgenden Zeilen fallen mir entsprechend schwer, denn ich bin nichts anderes als enttäuscht. Gleichzeitig aber auch etwas überrascht, dazu aber erst später mehr. Den Anfang macht nämlich die Erzählweise, die Woods deutlich verändert hat. So beginnt zwar der zweite Band mit einer klaren und linearen Erzählung, ändert dies dann aber im Verlauf. Plötzlich beginnt die Handlung zwischen mehreren Zeitebenen und Ort zu wechseln.

 

Eine schlechte Entscheidung.

 

 

„Ich habe einen Deal gemacht… Ich bringe Sie sicher heim.“

 

Ein weiteres Problem ist die zeichnerische Umsetzung, die sich ebenfalls vom tollen ersten Teil unterscheidet. Spätestens bei der Darstellung einer Gruppe „Weltraumräuber" (???) wird es fast schon peinlich, sehen diese doch aus wie Bankräuber samt Ski-Maske aus.

 

Solche Dinge nagen an all dem guten Eindruck den Woods mit Band #1 schuf.

 

Doch nun kommen wir zu einen interessanten Punkt, den ich erst erkannte, als ich bereits wütend den Comic in die Ecke geworfen hatte. Ich ging nochmal beide Bände im Kopf durch und stellte einen Vergleich an. Als Fan der Filme, erkannte ich plötzlich eine ungeahnte Gemeinsamkeit. Die zwei Bände glichen dem Verlauf der Filme, bezogen auf deren erzählerische Qualität.

 

Anders gesagt, während die anfänglichen Kapitel, genau wie die ersten beiden Filme begeisterten, wurde es mit der Weiterführung der Geschichte immer undurchsichtiger und schlichtweg schlechter. Ob nun als Film oder wie hier als Comic: Es ist schon traurig, wie sehr es Band #2 misslingt, an die Qualität des ersten anzuknüpfen.

 

Wenigstens der großartige erste Band bleibt positiv in Erinnerung.

 

 

 

 

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Bildquelle: Cross Cult