Man könnte sagen, Schule wäre oft todlangweilig – doch was passiert, wenn mal wirklich jemand sein Leben im Klassenzimmer verliert und der Mörder ein waschechtes Monster ist?

 

  

„D… Das ist ein Scherz, oder?“

 

Eines Abend befindet sich der Schüler Sho auf dem Weg nach Hause, als er plötzlich zwei Gestalten im Dunkeln sieht. Bei näheren Hinsehen entpuppt sich die Situation recht schnell als wahrgewordener Alptraum, als Sho erkennt, dass einer der beiden Personen dabei ist, die andere zu verschlingen.

 

Der gesamte Körper verschwindet im weit aufgerissenen Maul des Monsters und das innerhalb weniger Sekunden. Am nächsten Morgen in der Schule geht dann das Grauen weiter. An der Tafel des Klassenzimmer hängt ein Zettel mit der Botschaft: In dieser Klasse gibt es einen Menschenfresser! Was für Shos Mitschüler wie ein dummer Streich klingt, wird schon bald zu weiteren blutigen Ereignissen führen.

 

Der Alptraum in den Sho und seine Mitschüler geraten sind, hat gerade erst begonnen.

 

 

„Die Welt ist echt am Ende…“

 

Schaut man auf die ersten Seiten und verfolgt, wie sich die Handlung langsam entwickelt, überkommt einen recht schnell das Gefühl, dass dies doch eher ein Horror-Manga nach Schema F ist.

 

Ein paar junge Schüler und eine tödliche Bedrohung die ihnen nach dem Leben trachtet. Alles schon gesehen und soweit bekannt.

 

Liest man nun aber weiter (und das bis zur letzten Seite), so wird man schnell überrascht. Tatsächlich steckt in den beinahe 200 Seiten deutlich mehr als zu Beginn gedacht. Erwartet man hier dumme und vor sich hin schlürfende Untote ohne Verstand, so wird man eines besseren belehrt.

 

So besitzt der Menschenfresser ein deutliches und scheinbar raffiniertes Bewusstsein, das er dazu nutzt, Pläne zu schmieden und Schlimmeres anzustreben. Mehr dazu will ich aber nicht verraten, denn schließlich bildet dies neben vielen weiteren Überraschungen und Wendungen das Highlight dieses ersten Bandes.

 

 

„Es gibt schon wieder einen Toten.“

 

Sollte man also ein bekennender Fan von Horror sein und zudem ein Faible für ausgewitzte Katz-und-Maus-Spiele á la Death Note haben, so bietet sich Desperate Zombie (orig. Shokuryou Kyoushitsu) perfekt an, um vielleicht ein neues Highlight in diesem Genre zu entdecken.

 

Bleibt natürlich zu hoffen, dass die neue Serie aus der Feder von Welzard und Zeichner Renji Kuriyama die hier vorlegte Qualität halten kann. Ebenso bleibt auch zu hoffen, dass der Titel gut beim Rest der deutschen Leserschaft wegkommt und Tokyopop entsprechend weitere Bände liefern kann. Desperate Zombie liefert nun mal schließlich einen verdammt coolen Auftakt und rundet das ganze mit einem brutalen Cliffhanger ab.

 

Mehr davon, bitte!

 

 

 

 

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Empfohlener Kauflink:

 

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Bildquelle: Tokyopop