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Der zweite Band zu Greg Ruckas Black Magick-Reihe ist da. Ichhabe viel zu fluchen, will aber dennoch den Comic nicht verfluchen.

 

 

 

Das erstaunliche Leben der Rowan Black

 

Rowan Blacks Doppelleben als Detective bei der Polizei und als Hexe im Geheimen ist gerade alles andere als ruhig. Sicher, bei einer solchen Kombination kann man wenig von Ruhe und Normalität reden, dennoch nehmen die Dinge aktuell einen verrückten Verlauf und ein Ende ist nicht in Sicht. Gerade erst entzündet sich ein scheinbar besessener Mann direkt vor Rowans Augen selbst und nun kommt es zu einem weiteren folgenschweren Zwischenfall, als sie und ihr Partner einen wichtigen Zeugen ausfindig machen wollen.

 

Währenddessen ist ein Abgesandter der Hexenjäger in Portsmouth gelandet und hat Rowan bereits ins Visier genommen. Somit bahnt sich auch hier schon das nächste große Problem an. Dabei lauert das wirklich Böse noch auf seine Chance, um von Rowan Besitz zu ergreifen.

 

 

Fauler Zauber

 

Anfang vergangenen Jahres lobte ich den Auftaktband von Greg Rucka Hexen-Geschichte außerordentlich. Besonders die starke Charakterisierung gefiel mir gut. Bereits mit der Lazarus-Reihe bewies er sein Talent für vielschichtige und interessante Frauenbilder. Doch wie hält sich das nun bei Band 2?

 

Im Prinzip genau so. Die Erzählung schließt nahtlos an den vorherigen Teil an und entsprechend ist kein wirklicher Bruch spürbar (bis auf die anderthalb Jahre zwischen den Veröffentlichungen). Dafür wird aber nun ein anderes erzählerisches Element sehr deutlich spürbar. Die Rede ist von Drama.

 

 

Noch mehr fauler Zauber

 

Kaum eine Geschichte funktioniert ohne Drama, Punkt. Dabei ist es wichtig, dieses Element nicht zu überstrapazieren. Zu viel Drama kann oft zu künstlich oder aufgesetzt wirken und somit einer Geschichte mehr schaden als wirklich helfen. Black Magick: Das Erwachen II begibt sich hierbei auf einer sehr gewagte Gradwanderung. Rucka konstruiert gleich mehrere Probleme, mit denen Rowan klarkommen soll, dabei begegnen ihr einige direkt und andere erst indirekt. Der Punkt, an dem es Rucka beinahe übertreibt, war zwischenzeitlich sehr nah. Mir persönlich fiel dies sehr ins Auge, doch dafür entdeckte ich auch positive Aspekte.

 

 

Schluss mit faulem Zauber

 

Zum einen ist da neben den sympathische Figuren der tolle Erzählfluss von Black Magick, bei dem es keine langgezogenen Füller gibt. Die gesamte Geschichte lässt sich wunderbar lesen und auch die Dialoge sind gut gewählt. Des weiteren sind auch dieses Mal die Bilder mit dem besonderen Etwas fantastisch umgesetzt und anzusehen.

 

Die Australierin Nicola Scott liefert wie schon bei Band 1 einen exzellenten Job ab. Die authentisch umgesetzten Gesichter zählen mit zu den Highlights bei der Serie und sind es fast schon alleine wert, das man die Bände kauft. Betrachtet man nun also das Gesamtwerk, so findet man einige positive als auch durchaus negative Seiten. Grundsätzlich aber ist Black Magick – Buch 2: Das Erwachen II ein überzeugender Comic. Ich bin gespannt, wie es sich mit dem dritten Band verhalten wird.

 

 

Fazit

 

Rucka und Scott liefern mit Black Magick einen packenden Crime und Mystery-Mix. Zum ganz großen Hit fehlt nicht mehr viel. Verdient hätte es die Serie. Dann gibt es auch von mir vier von fünf schwarzen Katzen für diese Serie.

 

 

 

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Bildquelle: Splitter Verlag