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Hit-Girl startet mit einer neuen Solo-Serie und sucht dafür nach Verstärkung. Welche Probleme ihr dabei begegnen und welche Probleme ich mit dem Band hatte, lest ihr hier.

 

 

 

»Sorry Mindy. Das alles ist einfach total verrückt.«

 

Seit dem Kick-Ass die Schlagstöcke an den Nagel hing, muss sich Mindy alias Hit-Girl allein durch die kriminelle Unterwelt schlagen. An sich kein Problem, schließlich verfügt sie über genügend Feuerkraft und Kampferfahrung, um wahrscheinlich eine komplette Kleinstadt in Asche zu verwandeln. Doch Mindy sucht trotzdem nach einem brauchbaren Ersatz. Da trifft es sich gut, dass sie gerade einen Auftrag aus Kolumbien erhalten hat, doch statt das Ziel einfach zu eliminieren, entschließt sich Hit-Girl für einen anderen Weg. Sie will mit dem Profikiller Fabio Mendoza zusammenarbeiten und so viele Banden und Gangster ausschalten wie möglich. Dazu muss sie ihn aber erstmal aus dem Gefängnis befreien.

 

 

»Wen soll ich töten?«

 

Vor zehn Jahren schuf Mark Millars die brutale, dreckige und auch irgendwie total bunte Comichelden-Satire KICK-ASS und feierte damit große Erfolge. Zwei Kinofilme wurden produziert und laut aktuellen Infos soll an einem Reboot bereits gearbeitet werden.

 

Erst vor kurzer Zeit erschien bei uns die neue Kick-Ass-Reihe, in deren Mittelpunkt die junge Soldatin und Mutter Patience steht. Selbstverständlich hält dort Schöpfer Mark Millar das Zepter in der Hand, ebenso wie bei der neuen Solo-Serie von Hit-Girl. Im Gegensatz zur Kick-Ass-Reihe ist es hier nun aber nicht mehr John Romita Jr., der mit seinem unverkennbaren Zeichenstil die Bilder liefert, sondern Ricardo Lopez Ortiz. Dieser arbeitetet zuletzt an Black Panther und Deadpool und weiß zu überzeugen.

 

 

»Verzeih mir, was wir wegen ihm anrichten…«

 

Legen wir nun aber mal das Hauptaugenmerk auf die Story und somit auch auf Mindy selbst. Hier fällt auf, dass die ausgebrütete junge Dame nichts an Brutalität und Rücksichtslosigkeit eingebüßt hat und nach wie vor mit derben Sprüchen und Waffen unterwegs ist. Sie ist schlichtweg dieselbe wie immer und ja, das stört mich.

 

Dabei bin ich sogar zweigeteilter Meinung. Der eine Teil in mir wollte tatsächlich die durchgeknallte Antiheldin von einst wiederhaben. Es macht schlichtweg Spaß, ihr dabei zuzusehen, wie sie einen Kriminellen nach dem anderen durch den Fleischwolf jagt und selbst in kniffligen Situationen die Nerven behält. Auf der anderen Seite gibt es aber den Teil in mir, der nach mehr schreit. Eine charakterliche Entwicklung, die nachvollziehbar und stimmig ist. Hier wirkt Mindy erschreckend eindimensional und enttäuschend.

 

 

»Jetzt mach dem endlich ein Ende.«

 

Leider bin ich mit meinen negativen Punkten noch nicht am Ende. Auch die Story selbst überzeugt mich in Teilen überhaupt nicht, bzw. nur wenig. Die anfangs erwähnte Suche nach einem neuen Kick-Ass wird viel zu schnell beiseite geschoben und erst wieder gegen Ende nochmal kurz aufgegriffen.

Auf der anderen Seite hatte ich meinen Spaß mit Hit-Girl in Kolumbien. Vielleicht ist ja der Umfang des Bandes eine mögliche Erklärung für meine Unentschlossenheit?

 

In vier Kapiteln erzählt, bleibt womöglich nicht genügend Platz für die von mir angesprochenen Kritikpunkte. Vielleicht kann ja der nächste Band besser überzeugen. Dieser kommt Anfang nächstes Jahr. Also mal abwarten.

 

 

Fazit

 

Mark Millar bedient sich an einer alten Formel und liefert somit einen diskussionswürdigen Comic ab. Hier müssen Fans der Reihe selbst entscheiden, wie gut oder schlecht dieser Auftakt ausfiel.

 

 

 

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Bildquelle: Panini Comics