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Unter dem Namen Alien ist mittlerweile ein großes erzählerisches Universum entstanden. Dieser Comic zu einem der bekanntesten Filmmonster geht nun neue Wege – indem es auf alte Konzepte setzt. Kann das funktionieren? 

 

 

Weniger ist mehr

 

Seit etwas mehr als zehn Jahren gehören die als Xenomorphs bekannten Aliens zum Portfolio von Cross Cult. Der Ludwigsburger Verlag hat zwar jede Menge bekannte Marken unter seiner Fittiche, jedoch blickt wohl kaum ein anderes Franchise auf eine so lange Historie zurück wie das einst von Regisseur Ridley Scott geschaffene Alien-Universum.

 

Seit dem Erstling 1979 erschienen über die Jahrzehnte hinweg immer wieder auch neue Comic-Abenteuer. Die Qualität war dabei meist immer schwankend. Brian Wood (Briggs Land) versucht sich nun aber an einem neuen Kapitel und verlässt dafür jene Pfade, die etwa die Reihe Feuer & Stein und dessen Nachfolger Leben & Tod einschlugen. Hier begegnen einem nicht nur die bekannten Xenomorphs alleine, sondern auch die Konstrukteure aus Prometheus, sowie die galaktischen Jäger der Predator.

 

Wood verzichtet bewusst auf diese beiden Parts und konzentriert sich allein auf die namensgebenden Monster. Eine absolut richtige Entscheidung.

 

 

Eine starke Frau

 

Woods gelingt dabei etwas, was den Filmen nach James Camerons Fortsetzung Aliens nach 1986 nicht gelang: eine sinnvolle und funktionierende Symbiose aus dem ersten und zweiten Film der Reihe. Diese spielten zwar im selben Film-Universum, setzen aber auf unterschiedliche Herangehensweisen, bzw. Genres. Auf Scotts atmosphärischen Horror folgte packendes Action-Kino von Cameron.

 

Weder Teil 3 von David Fincher, noch Jean-Pierre Jeunets vierter Film konnten da mithalten. Aliens: Defiance überrascht dahingehend schon gleich zu Beginn und liefert mit Zula Hendricks eine interessante Hauptfigur, der es mühelos gelingt den Leser an den Comic zubinden. Sie funktioniert sogar stellenweise besser als ihre Vorgängerin aus den Filmen, Ellen Ripley. Das ist eine große, aber eben auch positive Überraschung. Im Zusammenspiel mit einer weiteren wichtigen Figur entsteht so eine spannende Erzählung, die bis über die letzte Seite hinausreicht. Natürlich möchte ich dazu nichts weiter verraten.

 

 

Im Schatten

 

Autor Brian Woods schreibt jedoch nicht nur gelungene Charaktere, sondern nutzt auch das Universum und Orte gekonnt aus. Die Artworks und Panels orientieren sich klar an den frühen Filmen und deren Look.

 

Spätestens jetzt muss ich natürlich aber auch über die Arbeit der verschiedenen Künstler reden, die hier mitgewirkt haben. Allen voran überzeugt einer besonders. Tristan Jones kümmerte sich bei diesem ersten Band um die Kapitel 1 bis 2 sowie 5 bis 6 und danke seines wunderschönen Spiels aus Licht und Schatten sind dies auch die atmosphärisch stärksten Teile des Comics.

 

Es ist schon ein ziemlich gutes Zusammenspiel aus Geschichte und Bildern, das hier geliefert wird. Fast schon perfekt.

 

 

Fazit

Ob nun visuell oder erzählerisch, Aliens Defiance vermag auf ganzer Linie zu überzeugen. Der wohl vielleicht beste Alien-Comic bislang.

 

 

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Bildnachweis: Cross Cult