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Bild Kritik Ultraman #1+2

Es klingt zwar irgendwie seltsam, aber diese Manga-Fortsetzung einer japanischen Sci-Fi-Serie ist tatsächlich sehenswert. Wenn aber auch mit Abstrichen.

 

 

Geschichtsstunde

 

1966 startete in Japan die Sci-Fi-Serie "Ultraman" als Ableger einer anderen TV-Serie und kam insgesamt auf 39 Folgen. Darin stellte sich das außerirdische Wesen Ultraman bösen Invasoren aus dem All. Eiji Tsuburaya war einst der Schöpfer dieser Serie, die nun seit 2011 in Manga-Form von Autor Eiichi Shimizu und Zeichner Tomohiro Shimoguchi fortgesetzt wird. Darin entdeckt der junge Shinjiro, dass er aus unbekannten Gründen über enorme Kräfte und Fähigkeiten verfügt. Sein Vater Shin Hayata war einst Mitglied der SSSP (Science Special Search Party), die immer noch im Geheimen agiert und Shin vergessen ließ, dass er damals Ultraman war. Daher trägt nun auch sein Sohn Shinjiro die Gene von Ultraman in sich. Mit diesem folgenschweren Erbe ausgestattet, dauert es nicht lange und schon taucht das erste Monster und sorgt für Chaos. Shinjiro bleibt wohl keine Wahl. Er muss zum neuen Ultraman werden.

 

 

Aller Anfang ist superschwer…

 

Shinjiro tut sich zu Beginn deutlich schwer in seiner neuen Rolle. Besonders dann, wenn er entdeckt das einer seiner neuen Vorgesetzten ein Außerirdischer ist. Zudem muss er nun lernen, mit seinen neuen Fähigkeiten umzugehen – selten erfolgreich. Zeit zum Innehalten bleibt aber nicht, denn bereits das nächste Monster ist aufgetaucht. Erneut muss sich Shinjiro als neugeborener Held beweisen. Währenddessen ermitteln zwei japanische Cops in einer Serie von bizarren und mysteriösen Morden, in dessen Zusammenhang ein junges Popsternchen steht. Wer steckt dahinter? Was hat das Mädchen damit zu tun und welche Rolle wird noch Ultraman dabei spielen? Es gibt jede Menge Fragen, die es nun zu beantworten gilt.

 

 

Ultrastark oder Ultralahm?

 

Eiichi Shimizu und Zeichner Tomohiro Shimoguchi treten in außergewöhnliche Fußstapfen, dennoch ist der Manga überraschend unterhaltsam geworden - Trotz seiner deutlichen Probleme. So ist Hauptfigur Shinjiro fast schon stereotypisch für sein Genre geworden. Der Sohn eines Helden – ausgestattet mit außergewöhnlichen Fähigkeiten – muss die Welt vor dem Untergang retten. Ja, mit solch einem simplen Grundkonzept tut sich "Ultraman" ordentlich schwer. Auch zeichnerisch ist dieser Manga bei weitem keine Offenbarung. Es fehlt an Detailverliebtheit und oft verliert sich die Übersicht innerhalb der Kämpfe. Trotzdem entwickelt sich eine gute Eigendynamik. Es macht schon Spaß, und zumindest den Pluspunkt kann ich schon mal geben.

 

 

Fazit

 

Band 1 und 2 erfinden sicher nicht das Manga-Rad neu. Spaß machen sie aber allemal und - das ist doch die Hauptsache.

 

 

 

empfohlener Kauflink:

 

Band 1: http://www.comiccombo.de/Manga/Manga-S-U/Manga-Ultraman-1-Shonen-Attack::79974.html

 

Band 2: http://www.comiccombo.de/Manga/Manga-S-U/Manga-Ultraman-2-Shonen-Attack::80947.html

 

 

Bildquelle:

 

Tokyopop