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Pic Kritik American Gods #1

Neil Gaimans Fantasy-Roman hat neben der Buchform auch mittlerweile die heimische Fernsehlandschaft erobert. Nun erscheint auch noch eine Comic-Adoption, und das führt zu einem Problem.

 

 

Blitz und Donner

 

Shadow saß drei Jahre in Haft. Nun, kurz vor seiner Entlassung, steigt in ihm die Anspannung. Er darf nach Hause, zurück zu seiner Frau Laura und zu seinem alten Leben. Doch etwas bereitet ihm Unbehagen und es wird von Tag zu Tag stärker. Wenige Stunden bevor er dann endgültig den Knast hinter sich lassen kann, wird er zum Direktor gerufen. Dort muss er erfahren das seine geliebte Frau bei einem Autounfall ums Leben kam. Für Shadow bricht die Welt zusammen. Er wird frühzeitig entlassen. Entlassen in ein Leben das nicht mehr das seine ist. Es ist ein Leben ohne seine Laura.

Auf dem Weg nach Hause trifft er dann auf einen älteren und mehr als seltsamen Mann. Dieser zieht es vor, seinen richtigen Namen nicht zu verraten und stattdessen Mr. Wednesday genannt zu werden. Noch seltsamer ist jedoch, dass er Shadow gut zu kennen scheint. Er unterbreitet ihm ein Jobangebot. Shadow ist zuerst abgeneigt - was sich jedoch schnell ändert. Ohne es zu ahnen, ist Shadow gerade Teil eines Kriegs geworden, der alles verändern kann. Ein Krieg der Götter.

 

 

Das Ende des Storms

 

Im Juni 2001 veröffentlichte Neil Gaiman seinen Roman "American Gods", und bewies damit einmal mehr sein Händchen für coole, in der Mythologien verwurzelte Geschichten. Bereits davor hatte er mit "Sandman" große Erfolge gefeiert. Über ein Jahrzehnt sollte es aber dauern, bis "American Gods" endlich auch seinen Weg vor die Kamera fand und als TV-Serie produziert wurde. Ohne Bedenken, kann diese als beste Fernsehunterhaltung 2017 bezeichnet werden. Eine zweite Staffel ist bereits in Arbeit und wird für 2018 erwartet.

Nun kommen wir aber zur Comic-Adoption, bei der Neil Gaiman zusammenarbeitet mit dem Autor P. Craig Russell. Zeichner Scott Hampton sorgt für die zeichnerische Umsetzung des Romans. Wenig überraschend liefert der Comic kaum eine Neuerung zur Vorlage. Er orientiert sich aber gegenüber der Fernsehserie sogar noch näher am Original. Trotzdem bleibt ein bisschen die Ernüchterung, und das ist etwas, dass jeder Leser für sich selbst sehen muss. Hat man nämlich so wie ich Buch und TV-Serie bereits genossen, so ist der Comic recht unspektakulär. Im Kern bleibt "American Gods" dieselbe gute Geschichte wie vorher, aber das war es dann schon. Brauche ich als bereits belesener Fan eine dritte Version desselben Stoffes?

 

 

Fazit

 

Die Geschichte vom Ex-Häftling Shadow und seiner Teilnahme am größten aller Kriege, ist auch in Comicform spannend und phantastisch zugleich. Wer bisher keine Gelegenheit hatte, in die Welt der alten und neuen Götter einzutauchen, sollte es jetzt tun. Buchleser und Seriengucker sollten sich aber gut überlegen, ob ihnen eine bloße Wiederholung genügt.

 

 

 

empfohlener Kauflink:

http://www.comiccombo.de/Deutsche-Comics/Album-A-C/Album-American-Gods-1-Schatten-Buch-1::80760.html

 

Bildquelle:

Splitter Verlag