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Pic Kritik Silver Surfer

Endlich gibt es die wunderschöne und bildgewaltige Mini-Serie wieder in einer Neuauflage. Lohnt sich der Blick auch für Neueinsteiger?

 

 

Wie alles begann

 

Als seine Welt von einem allmächtigen und alles verschlingenden Wesen bedroht wird, sieht sich Norrin Radd dazu gezwungen, das größte aller Opfer zu bringen. Um die Zerstörung seiner Heimatwelt Zenn-La zu verhindern, opfert er sich Galactus. Dieser ernennt ihn fortan zu seinem Herold - die Geburtsstunde des Silver Surfer. Mit kosmischen Kräften ausgestattet, durchreist er das All, auf der Suche nach neuen Welten für Galactus‘ unstillbaren Hunger.

 

Als Norrin Radd wollte er nun unbewohnte Welten suchen, doch die Verwandlung forderte neben seine Erinnerungen auch sein Gewissen und so fielen auch andere Planeten voller Leben dem Weltenverschlinger zum Opfer. Bis auf eine Welt: Die Erde. Hier traf der Silver Surfer nicht nur die Fantastic Four, sondern fand auch seine Vergangenheit wieder. Sein Gewissen kehrte zurück und so stellte er sich Galactus entgegen. Die Erde wurde gerettet.

 

 

Wie alles endete

 

Nun kehrt der Silver Surfer noch einmal zurück zur Erde, und er hat traurige Nachrichten. Seine Zeit geht dem Ende entgegen. Selbst der klügste Kopf der Erde – Reed Richards alias Mr. Fantastic – kann ihm nicht helfen. Mit der wenigen Zeit, die ihm noch verbleibt, will der Surfer nun Abschied nehmen. So trifft er noch ein letztes Mal auf Helden wie Spider-Man oder Dr. Strange. Ein letztes Mal will er die Erde sehen, bevor er dahin zurückkehrt wo alles begann: Zenn-La.

 

Es ist ein emotionaler und definitiv mitfühlender Abschied, den der bekannte Marvel-Charakter hier spendiert bekommt. Einst vom Comic-Urgestein Jack Kirby ins Leben gerufen, erfreute sich der kosmische Surfer schnell großer Beliebtheit bei den Fans. Im Jahr 2007 schaffte er es sogar auf die große Kinoleinwand in "Fantastic Four 2: Rise of the Silver Surfer". Leider floppte der Streifen und damit auch jede Hoffnung auf einen möglichen Solofilm. In der Welt der Comics war es natürlich besser um ihn gestellt.

 

 

Lang lebe Norrin Radd

 

J. Michael Straczynski (SENSE8) schuf mit SILVER SURFER - REQUIEM einen wirklich emotional beladenen Abgesang auf diesen heroischen Charakter. Dank der meisterhaft gezeichneten Bilder von Esad Ribic (SECRET WARS), bekam die vierteilige Reihe auch die perfekte bildliche Umsetzung serviert. Hier stimmt einfach alles. Ob nun die gewaltige Aufmachung eines Giganten wie Galactus oder die stillen und berührenden Momente. Mit SILVER SURFER - REQUIEM liefern die beiden eine großartige Zusammenarbeit ab.

 

Wer die Erstauflage hierzulande 2008 verpasst hat oder mit diesem Sammelband Erstkontakt zum kosmischen Surfer aufnehmen will, kann dies beruhigt tun - ohne große Angst vor fehlendem Vorwissen zu haben. Straczynski liefert auf über 100 Seiten alles, was man wissen muss.

 

 

Fazit

 

Erst Feind dann Freund. Der Silver Surfer bekommt dank J. Micheal Straczynski und Esad Ribic einen großartigen und gefühlvollen Abschied. Ein Meisterwerk.

 

 

 

empfohlener Kauflink:

http://www.comiccombo.de/Deutsche-Comics/Hefte-S-U/Heft-Silver-Surfer-Requiem::80394.html

 

Bildquelle:

Marvel/Panini Comics Deutschland