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Welches tiefe menschliche Gefühl macht aus einem guten Mann einen bösen? Ist es eher die unbeherrschbare Wut oder unendlicher Hass? 

 

Kann vielleicht der Zorn alle anderen Gefühle in uns ausblenden und uns so zu grausamen Taten treiben? Welches Gefühl schafft so etwas? 

 

Robert Kirkmans Exorzismus-Reihe ”Outcast“ liefert mit dem vierten Band die Antwort auf diese Frage und auch gleich noch ein paar mehr zu seiner Hauptfigur Kyle Barnes, dem namensgebenden Outcast.

 

 

Für alle die bisher noch keinen Kontakt mit der gefeierten Comic-Reihe hatten, hier eine kurze Zusammenfassung: Im Mittelpunkt der Geschichte steht Kyle Barnes, dieser wurde mit einer besonderen Gabe geboren und ist in der außergewöhnlichen Lage, die von Dämonen besessenen Menschen seiner Heimatstadt Rome zu befreien. 

 

Eine Gabe, die jedoch zugleich ein Fluch ist, denn somit ist Kyle ein unausweichlicher Teil eines Kampfes zwischen Gut und Böse. Wie hart dieser Kampf wirklich ist, zeigte sich am Ende des dritten Bandes der Reihe. Darin geriet Kyle in die Gefangenschaft des mysteriösen Mannes, der sich selbst nur Sidney nennt. Er und sein immer größer werdendes Gefolge aus Besessenen, wollen Kyle für ihre dunklen Zwecke benutzen.

 

Der vierte Band setzt hier nun nahtlos an und zeigt uns schon zu Beginn einen sehr interessanten Moment zwischen Sidney und Kyle. Dabei erfahren etwas mehr über die vermeintliche Herkunft von Kyles Fähigkeit und den Zusammenhang mit den Besessenen. 

 

Während Kyle weiterhin in Sidneys Gefangenschaft verbleibt, macht sich Reverend Anderson auf die Suche nach ihm und beginnt dafür in dessen heruntergekommenem Haus. Genau jenes Haus, in dem Kyle einst mit seiner Frau Allison und der gemeinsamen Tochter Amber lebte. 

 

Welches Drama sich abspielte und welche Folgen das hatte, wird in den vorherigen Bänden erzählt. Dieser emotionale und wichtige Aspekt gehört zu den vielen Punkten, die den Figuren aus ”Outcast“ ihre Persönlichkeit und  Vielschichtigkeit verleihen. Auch Reverend Anderson gehört zu jenen wichtigen und tragenden Figuren und in diesem Band findet dies seinen dramatischen Höhepunkt. 

 

Denn er durchleidet alle verschiedene Gefühle. Von Wut und Hass bis hin zum Zorn auf den Mann, der ihn gepeinigt hat. Hier stellt sich nun also erneut die Frage: Was macht aus einem guten Mann einen bösen? 

 

Die Antwort ist Angst. Angst vor der Machtlosigkeit und dem Versagen. Angst, alles zu verlieren, für das man gekämpft hat. Erst die Angst lässt uns die Dinge tun, zu denen wir sonst nie im Stande wären. Auch die grausamsten Dinge.

 

 

Fazit

 

Mit Band Vier  lässt Erfolgsautor Robert Kirkman nochmal ordentlich die Korken knallen und präsentiert so den bisher besten Teil der Reihe. Eine absolute Sucht-Serie.